Verkauf des Brosig-Grundstücks: Transparenz sieht anders aus!

Verkauf des Brosig-Grundstücks: Transparenz sieht anders aus!
In der Gemeinderatssitzung vom 28. September 2026 hat die Koalition aus SPÖ, Grünen und ÖVP den Verkauf des 3.573 m² großen Brosig-Grundstücks beschlossen. Ein weitreichender Schritt für Pressbaum – denn wer Familiensilber verkauft, gibt wertvollen Gestaltungsspielraum für die Zukunft unserer Stadt auf.
Besonders brisant: Für die finale Entscheidung lag dem Gemeinderat nur ein einziges aktuelles Angebot vor (Firma Alpenland über 1,32 Mio. Euro). Vor einigen Jahren gab es noch mehrere Interessenten und Angebote. Alpenland bot damals ebenfalls 1,5 Mio. Euro. Warum wurde nicht nachverhandelt? Ob wir hier wirklich den bestmöglichen Preis erzielen, bleibt damit völlig im Dunkeln.
Offene Fragen statt klarer Fakten
Vor so einer Entscheidung müssen alle Fakten auf den Tisch. Die Unterlagen ließen jedoch entscheidende Punkte offen:
- Finanzielle Klarheit: Was bleibt nach Steuern (KÖSt, KESt) und Transaktionskosten unterm Strich übrig? Was passiert mit dem Erlös, der über die Rückführung des Gemeindezuschusses (560.000 Euro) hinausgeht?
- Konkretes Projekt: Gebaut werden sollen laut Kaufangebot rund 34 Wohnungen und 52 Stellplätze. Es bleibt aber unklar, ob Miet-, Eigentums- oder Genossenschaftswohnungen entstehen.
- Verkehr und Umwelt: Welche Folgen hat die zusätzliche Versiegelung und wie stark wird die ohnehin überlastete B44 weiter belastet?
Unser Gegenantrag für mehr Transparenz
Wir NEOS sind keineswegs gegen sinnvollen Wohnbau. Aber wir wehren uns gegen vorschnelle Verkäufe ohne fundierte Entscheidungsgrundlage. Unser Stadtrat Nikolaus Niemeczek hat daher im Gemeinderat eine Vertagung beantragt. Wir haben gefordert:
- Vollständige Kaufvertragsentwürfe und Transparenz über den genauen Kaufpreisvergleich an Stelle eines einzigen inkonsistenten Angebots.
- Eine schriftliche Prüfung der steuerlichen Auswirkungen sowie der Folgen für Verkehr und Umwelt.
- Eine Gegenüberstellung von Alternativen wie Baurecht oder Pacht, um das Grundstück im Eigentum der Gemeinde zu halten.
Leider hat die Regierungs-Koalition unseren Gegenantrag abgelehnt und den Verkauf trotz aller Ungereimtheiten durchgewunken.
„Wieder einmal fehlt Pressbaums Regierung ein langfristiger Plan. Mit dem Verkauf gibt Pressbaum Handlungsspielraum aus der Hand, den unsere Stadt künftig brauchen wird.“
– StR Nikolaus Niemeczek
Wir bleiben für euch dran und fordern weiterhin eine transparente Gemeindepolitik, die nachhaltig für Pressbaum wirtschaftet!
