NEOS-Anfrage an LR Prischl: Was fehlt jetzt eigentlich noch?
Kollermann: „Wer wie die SPÖ ständig vor Lücken im Rettungssystem warnt, muss irgendwann auch sagen, wo diese Lücken konkret sind.“

Die SPÖ hat den Gesundheitsplan 2040+ mitbeschlossen, stellt mit Eva Prischl die für das Rettungswesen zuständige Landesrätin – und warnt dennoch laufend vor Problemen bei der Neuaufstellung der Notfallversorgung. Für NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann ist dieses Vorgehen höchst unseriös. Mit einer Anfrage nimmt sie SPÖ-Landesrätin Eva Prischl in die Pflicht, angebliche Probleme klar zu benennen. „Wer wie die SPÖ ständig vor Lücken im Rettungssystem warnt, muss irgendwann auch sagen, wo diese Lücken konkret sind. Eva Prischl ist nicht Kommentatorin des Rettungssystems, sondern die zuständige Landesrätin. Wenn Lücken in den Raum gestellt werden, dann erwarten wir uns Zahlen, Daten und Fakten – keine nebulösen Warnungen“, so Kollermann.
Hintergrund ist die Neuorganisation der Notfallversorgung bis April 2027. Elf bisherige Notarztstandorte werden durch neue Strukturen ersetzt, gleichzeitig wird das Netz an RTW-C mit speziell qualifizierten Notfallsanitätern ausgebaut. Bestehende Angebote sollen erst dann wegfallen, wenn die neuen Strukturen einsatzbereit sind. Mit der Anfrage soll nun Klarheit über den tatsächlichen Umsetzungsstand geschaffen werden. Kollermann will unter anderem wissen, welche Fragen noch ungeklärt sind, wie weit die Vorbereitungen an den elf betroffenen Standorten sind und wie viele qualifizierte Notfallsanitäter bis April benötigt werden. Darüber hinaus verlangt sie Auskunft darüber, welche Schritte seit dem Gesundheitsausschuss Anfang September gesetzt wurden, um noch offene Punkte zu klären. „Entweder es gibt konkrete Probleme – dann müssen sie gelöst werden. Oder es gibt sie nicht – dann soll die SPÖ aufhören, die Bevölkerung zu verunsichern“, so Kollermann.



