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Vollkommen jenseitiger Vorschlag von Erwin Pröll in Bezug auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

15.09.2015 Niki Scherak
Niki Scherak: „Minderjährige sind und bleiben Minderjährige“
Die von Erwin Pröll präsentierte Maßnahme die Grenze der Minderjährigkeit für unbegleitete minderjährige Asylwerber auf 17 Jahre zu senken ist ein Schlag ins Gesicht der schutzsuchenden, minderjährigen Flüchtlinge. „Die Zahlentricksereien von Erwin Pröll in Zusammenhang mit der Quote von untergebrachten Flüchtlingen in Niederösterreich sollte eigentlich schon beschämend genug sein. Dieser Vorschlag schlägt jetzt dem Fass allerdings den Boden aus. Pröll will offenbar auf dem Rücken von verfolgten Minderjährigen Geld sparen. Solche Vorschläge sind sowas von jenseitig“, zeigt sich Niki Scherak, Menschenrechtssprecher der NEOS und Landessprecher der NEOS Niederösterreich empört.
„Minderjährige Flüchtlinge werden jetzt schon schlechter behandelt als österreichische Kinder. Sie unterliegen nicht der Kinder- und Jugendhilfe und die für sie aufgewendete Betreuungsgelder sind dementsprechend schon jetzt geringer. Das wir Flüchtlingskinder damit zeigen, dass sie für uns weniger wert sind als österreichische Kinder, ist für sich genommen schon mehr als schändlich“, so Scherak weiter.
„Erwin Pröll hat offenbar noch nie einen 17-jährigen Flüchtling getroffen. Anders lässt sich nicht erklären, wieso er mit solche absurden Vorschlägen kommt. Diese Kinder haben unerträgliches Leid erfahren und sind alleine vor Verfolgung und Krieg geflüchtet. Ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie wirklich benötigen, ist wohl das Mindeste, was wir tun können“, so Scherak abschließend.​