Fragen & Antworten zur KERNZONE NÖplus

Was soll vom künftigen „Kernraum“ umfasst sein?

Konkret handelt es sich um die ehemalige erste Außenzone des VOR, welche wir mit der ehemaligen Kernzone in Wien vereinen möchte. In dieser Zone soll es möglich sein, mit einem Euro pro Tag unterwegs zu sein. Eine Diskussion darüber hat vor zwei Jahrzehnten begonnen. Bis heute hat die Politik keine Lösung zustande gebracht.
 

Ist das überhaupt umsetzbar, wo doch viele Öffis bereits gut gefüllt sind?

Klar ist natürlich, dass ein Kernraum-Ticket nur ein erster Schritt sein kann, der weitere Maßnahmen erfordert, z.B. den Ausbau der Öffis oder der Park & Ride Anlagen. Derzeit läuft etwa ein Ausbau in Richtung Westen und Süden. Durch verdichtete Intervalle oder den Einsatz weiterer Züge, ließen sich die Spitzen im Früh- und Abendverkehr gut abfangen.
 

Wie viele Pendler_innen würden davon profitieren?

Täglich pendeln 260.000 Personen nach Wien, davon stammen 188.000 aus Niederösterreich, etwas mehr als 25.000 kommen zudem aus dem Burgenland. Von unserer Maßnahme sollen alle Pendlerinnen und Pendler profitieren – auch jene 60.000, die täglich von Wien ins Umland pendeln. Deshalb zählt jede Unterschrift. Je mehr sich unserer Petition anschließen, desto größer ist der Umsetzungsdruck.
 

Wie viel kann ich mir als Pendler_in ersparen?

Das kommt immer darauf an, wo genau du wohnst. Um es an einem Beispiel festzumachen: Das Jahresticket in Wien kostet 365 Euro im Jahr. Würdest du eine Jahreskarte für die Strecke Wien-Klosterneuburg dazubuchen, würdest du fast das Doppelte bezahlen. Das steht in keinem Verhältnis zueinander!
 

Welche Kosten würden dadurch entstehen?

Wir gehen von Kosten von rund zehn Millionen Euro aus. Die Stadt Wien hat die Kosten 2009 mit neun bis 15 Millionen Euro beziffert. 
 

Wie wollt ihr das Vorhaben finanzieren?

Im Rahmen unseres Chancen- und Zukunftsbudgets, welches wir im Juli als Gegenentwurf zum Budgetvorschlag des Landes gemacht haben, wäre für solche Projekte genug Spielraum. Wir wollen weniger Geld in die Verwaltung stecken, dafür aber mehr in zukunftsweisende Projekte investieren. Eine Umdenken fordern wir auch im Straßenbau. Ein Lobautunnel etwa würde für eine Zusatzbelastung durch noch mehr motorisierten Verkehr sorgen. Mit seinen geschätzten Kosten von 1,3 Mrd. Euro hätte man ein Kernraum-Ticket über Jahre ausfinanziert.