« Zurück zur Übersicht

SOKO Kinderheime: Mangelnde Aufklärung trotz teurer Kommission

Scharfe Kritik übt NEOS-Landessprecherin Indra Collini in der Aufarbeitung der Causa ‚Therapeutische Gemeinschaft‘. Grund sind die bekannt gewordenen Gesamtkosten für die eingesetzte Sonderkommission – immerhin 250.000 Euro. „Es ist mir schleierhaft, wie allein schon eine Hotline, bei der gerade einmal 25 Anrufe eingehen, 38.000 Euro kosten kann“, so Collini, die sich außerdem fassungslos darüber zeigt, dass offenbar niemand in der Regierung über konkrete Maßnahmen Bescheid gewusst hat. Auch weitergehende Fragen, wie die jahrelang möglicherweise mangelhafte Verwendung der Fördergelder in Millionenhöhe, sind nicht aufgegriffen worden. „Es ist einfach nicht kontrolliert worden, ob die Fördergelder auch wirklich bei den Kindern angekommen sind, wo sie möglicherweise versickert sind und wer im Land davon gewusst hat. Und das in einer Causa, in der Kindern und Jugendlichen in einer öffentlichen Einrichtung großes Leid zugefügt worden ist“, so Collini.

IndraCollini
Landessprecherin der NEOS: Indra Collini

Kritik gibt es auch an der fehlenden Zusammenarbeit in der Landesregierung: „Ist das das neue Miteinander in der Proporzregierung? Oder das, was herauskommt, wenn man miteinander regieren muss?“, so die Landessprecherin der NEOS, die auch die ÖVP in die Pflicht nimmt: „Dass die Volkspartei nichts von den horrenden Ausgaben für die Sonderkommission gewusst hat, bezweifle ich. Sich als Landesregierung jetzt nicht in der Verantwortung zu sehen, ist ein unglaubwürdiges Schauspiel.“

NEOS Niederösterreich fordert nun umfassende Aufklärung und Information: „Transparenz muss jetzt das Gebot der Stunde sein! Wir Bürger_innen wissen noch immer nicht, welche konkreten Maßnahmen diese Kommission erarbeitet hat, was genau davon umgesetzt worden ist und wie die jahrelange Zusammenarbeit des Landes mit der Therapeutischen Gemeinschaft aufgearbeitet werden soll.“ Klar sei laut Collini jedenfalls, dass sichergestellt sein müsse, dass die Fördergelder künftig bei jenen ankommen, die Unterstützung brauchen – in diesem Fall bei den Kindern und Jugendlichen.