« Zurück zur Übersicht

Sinkendes Pensionsalter im Landesdienst zu Lasten der Steuerzahler

Die Beantwortung einer Anfrage von NEOS-Sozialsprecherin Edith Kollermann durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner offenbaren nun entlarvende Details der Pensionierungen im Landesdienst. Demnach sei laut Mikl-Leitner das Antrittsalter von 60,2 Jahren im Jahr 2016 auf 59,7 Jahren 2017 gesunken – Kollermann dazu: „Von den vollmundigen Lippenbekenntnissen der ÖVP, wonach das Antrittsalter ab 2016 steigen werde, ist offenbar nichts übriggeblieben. Hier wird eine unzeitgemäße Pensionsregelung unterstützt, die weder generationengerecht noch steuergeldschonend ist.“ Verwundert zeigt sich die Sozialsprecherin auch über die Anzahl der Alterspensionierungen im Landesdienst: „Nur drei von 109 Beamtinnen und Beamten sind mit 65 Jahren in Pension gegangen. Was läuft da schief?“

Land 3 Edith Kollermann

Kollermann fordert nun klare Anreize und rasche Reformen, um im Landesdienst eine entsprechende Pensionsregelung auf die Beine zu stellen: „Die Mehrheit der Beamtinnen und Beamten geht frühzeitig und ohne Abschläge in Pension, weil das System dazu einlädt oder krank macht – das ist Fakt. Da braucht es keinen Hellseher um zu wissen, dass dieses besagte System immer mehr Steuergelder verschlingt und immer größere Schuldenberge hinterlässt“, so Kollermann. Sie fordert etwa den schrittweisen Abbau von Pensionsprivilegien und die Angleichung der Landesbeamten-Pensionsregelung an die des Bundes. Außerdem gebe es seit 2014 die Möglichkeit, exorbitant hohe Beamtenpensionen zu begrenzen – „Niederösterreich macht davon leider keinen nachhaltigen Gebrauch.“