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Regierung leidet in Sachen Lehre unter Kurzsichtigkeit

Fassungslos zeigt sich NEOS-Landessprecherin Indra Collini heute über die Entscheidung der schwarz-blauen Bundesregierung, auch Asylwerber_innen in Ausbildung abzuschieben: „Ich hätte mir zumindest von der ÖVP erwartet, dass sie auf die Unternehmerinnen und Unternehmer in den eigenen Reihen hört und den Fachkräftemangel nicht weiter befeuert. Stattdessen erleben wir den Kniefall der Schwarzen vor den visionslosen Positionen der Freiheitlichen“, so Collini in einer ersten Reaktion.

Besonders ärgerlich sei das Signal, das damit an die Wirtschaft ausgesendet werde: „Den Unternehmerinnen und Unternehmern, die vom Fachkräftemangel betroffen sind, hat die Kurz-Regierung heute quasi deutlich gemacht: Ihr könnt uns den Buckel runterrutschen“, so die NEOS-Fraktionsobfrau, die auch Probleme auf die niederösterreichische Wirtschaft zukommen sieht: „Ich bin immer wieder im Gespräch mit Wirtschaftstreibenden, die etwa im Waldviertel vor groben Personalproblemen stehen. Es ist zwar klar, dass Asylwerbende das Problem um den Fachkräftemangel nicht lösen können – sie können den Mangel aber abmildern. Deshalb ist es auch vollkommen sinnbefreit, jene vom Ausbildungsplatz zu holen, die integrationswillig sind und ihr Leben auf eigenen Beinen finanzieren wollen.“

Collini fordert mehr Tatendrang aus Niederösterreich

Die Obfrau der jüngsten Landtagsfraktion fordert die Volkspartei in Niederösterreich nun zum Handeln auf: „Hier geht es nicht um linke oder rechte Politik, sondern um den Hausverstand. Jemanden aus der Ausbildung zu reißen schafft nur Probleme – und zwar sowohl für den Lehrling, als auch für das Unternehmen. Das sollten die niederösterreichischen Schwarzen ihrem Kanzler klarmachen.“ Collini betont außerdem die Win-Win-Situation, sollten asylwerbende Lehrlinge ihre Ausbildung beenden dürfen: „Im Fall eines positiven Ausgangs ihres Verfahrens wären sie für den Arbeitsmarkt in Niederösterreich sofort verfügbar. Sollte das Verfahren negativ beschieden werden, können sie sich mit dem gewonnenen Wissen in ihrem Heimatland eine Zukunft aufbauen und schneller reintegrieren.“