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NEOS zu Pflege: Kosten zeigen dringenden Handlungsbedarf

Sorgen bereitet Gesundheits- und Sozialsprecherin Edith Kollermann die Entwicklung der Pflegekosten in Niederösterreich. „Dass der Pflegesektor im größten Bundesland einiges an Geld verschlingt, war zu erwarten. Dass sich etwa die Kosten für die 24-Stunden-Pflege in den vergangenen sieben Jahren fast verdreifacht haben, untermauert allerdings den Handlungsbedarf, den es hier offenbar gibt“, so Kollermann. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Altersstatistik – so lägen die Pflegekosten im Verhältnis zum Altersanteil der NÖ-Bevölkerung deutlich über dem Bundesschnitt.

Einmal mehr fordert Kollermann ein ganzheitliches Pflegekonzept, das sowohl Antworten auf die steigenden Kosten, als auch auf den steigenden Pflegebedarf in Niederösterreich gibt. „Prognosen bis 2030 besagen, dass die Zahl der über 80jährigen um fast 50 Prozent steigen wird. Da steht eine riesige Herausforderung vor unserer Tür – wenn diese anklopft, sollten wir zukunftsweisende und nachhaltige Antworten parat haben.“ Laut Kollermann gehe es etwa um die Frage des Pflegeorts: „Viele ältere Menschen äußern den Wunsch, zuhause gepflegt zu werden. Dazu muss die mobile Pflege gestärkt werden, damit Angehörige entlastet werden und ein Altwerden in Würde auch in Niederösterreich Realität wird“, so Kollermann.

Die pinke Landtagsabgeordnete pocht außerdem auf eine baldige Attraktivierung des Pflegeberufs: „Ich wünsche mir von den Verantwortlichen mehr Aktion als Reaktion. Es kostet viel Steuergeld und Energie, einen Personalmangel in diesem Bereich auszugleichen. Deshalb gilt es hier rasch an der Gehaltsschraube zu drehen und das Image der Pflegekraft zu verbessern.“ Weiters müsse sichergestellt werden, dass der Mangel an Pflegekräften nicht zu einer Verschlechterung bei der Qualität führt. Weil Pflege vor allem eine Vertrauenssache sei, müsse auf die Qualifikation sowie auf die persönliche Eignung bedacht genommen werden.