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NEOS zu Herbstferien: Eltern werden mit Betreuungsproblem allein gelassen

Eine generelle Änderung der Ferienordnung bringen die NEOS in Niederösterreich ins Spiel. Der Grund: Auch im Herbst haben Eltern mit Problemen zu kämpfen, die Familie mit dem Berufsleben zu vereinbaren. „Vorarlberg ist das einzige Bundesland, das Herbstferien mit einer landesgesetzlichen Regelung fixiert. Um auch für niederösterreichische Eltern hier Planungssicherheit zu schaffen, braucht es eine landesweit einheitliche Regelung. Denn derzeit ist es so, dass Geschwister, die unterschiedliche Schulen besuchen, im Herbst unterschiedlich frei haben.“, so Indra Collini, Landessprecherin der NEOS.

Um eine möglichst lebensnahe Lösung zu finden, die den Familien entgegenkommt, plädiert Collini für eine gemeinsame Diskussion mit echten Bildungsexperten. „Wir wissen, dass durch neun Wochen Sommerferien vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien benachteiligt und um Chancen beraubt werden. Leistungsunterschiede sind laut Studien auch darauf zurückzuführen. Deshalb sind hier sämtliche Details der Ferienordnung zur Disposition zu stellen. Beate Meinl-Reisinger hat mit der 7+8 Ferienreform bereits einen gangbaren Weg vorgelegt, der sich an der Lebensrealität der Eltern, aber auch an das Zukunftsfeld Digitalisierung orientiert.“ Wichtig sei jedenfalls, hier rasch zu konkreten Maßnahmen zu kommen. „Die Bundesregierung hat zwar Änderungen angekündigt, mehr als Überschriften hat sie bislang aber nicht produziert.“ Kritik übt Collini außerdem am Landeslehrervertreter: „Aus persönlichen Gesprächen und als Mutter zweier Kinder weiß ich, dass viele Lehrer kürzere Sommerferien und dafür eine Woche Herbstferien begrüßen würden. Hier so zu tun, als hätte die gesamte Lehrerschaft eine andere Meinung, geht an der Realität vorbei.“