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NEOS verhindert Millionenspekulation

08.07.2015 Elisabeth Manz

Der Guntramsdorfer Gemeinderat beschloss am 3. Juli, das Rathausgebäude zu erwerben. Ohne den durch die Wahl bedingten Machtwechsel wäre es vermutlich zum hochriskanten Rückkauf des gesamten Rathausviertels gekommen. Der Kauf des Rathausgebäudes ist Schadensbegrenzung.

Dass das Rathausgebäude alleine gekauft wird, ist das Ergebnis einer intensiven Analyse aller Möglichkeiten, die es ohne die Beteiligung von NEOS wohl nicht gegeben hätte. Als wir im Frühjahr das erste Mal Unterlagen zum Rückkauf präsentiert bekamen, wurde es so dargestellt, als wäre der Rückkauf des gesamten Rathausviertel-Komplexes mit drei Gebäuden für uns ein gutes Geschäft. Wir haben dann gemeinsam mit Bürgermeister Robert Weber einen unabhängigen Berater hinzugezogen, um die Berechnung zu analysieren. Dabei hat sich gezeigt: Es wäre zwar für einen reichen Investor ein gutes Geschäft, aber für eine Gemeinde mit unserer finanziellen Lage viel zu riskant.

Die niedrige Auslastung der Bürogebäude und die unsichere Zinsentwicklung wären unkalkulierbare Risiken gewesen. Es hätte auch gut gehen können, aber es wäre eine Millionenspekulation gewesen. Es ist dem Wahlverhalten der Guntramsdorfer zu verdanken, dass es dazu nicht kam. Ich bin sicher: Die alte Führungsriege der Gemeinde wäre diese Millionenspekulation eingegangen, ohne überhaupt zu erkennen, worauf sie sich einlässt.

Den Kauf des Rathausgebäudes betrachtet NEOS Guntramsdorf als Schadensbegrenzung. Der große Fehler ist schon vor einigen Jahren passiert, als man den Mietvertrag mit 19 Jahren Kündigungsverzicht unterzeichnet hat. Diese langfristige Verpflichtung trieb nun auch den Kaufpreis für das Gebäude nach oben. Wir haben aber nun ein gutes Geschäft ausgehandelt. Statt ewig Miete zu zahlen, wird das Rathaus in 20 bis 25 Jahren uns gehören, wenn das Darlehen abbezahlt ist. Die mögliche Nutzungsdauer des Gebäudes schätzen Experten auf rund 60 Jahre.