4. Umwelt

UMWELTZIELE

  • Übernahme einer Vorreiterrolle bei der frühestmöglichen Umsetzung und konsequenter Einhaltung von EU- und internationalen Verträgen und Verpflichtungen, wie z.B. der COP21-Beschlüsse von Paris.
  • Niederösterreich ist in allen Regionen mit ausreichend qualitativ hohem Trinkwasser zu versorgen. Um die Ressource Wasser zu schützen, sind Brauchwasser- und Regenwassernutzung in Landwirtschaft, Industrie und öffentlichen Gebäuden zu forcieren.
  • Die Zahl der e5-Gemeinden in Niederösterreich soll in den nächsten fünf Jahren unter Berücksichtigung von best-practice-Modellen verdoppelt werden.

WIRTSCHAFT UND INFRASTRUKTUR

Niederösterreich schafft die Voraussetzungen, dass Unternehmen im Sinne des Nachhaltigkeitsgedanken forschen und investieren bzw. sich hier neu ansiedeln.  

  • Niederösterreich investiert verstärkt in Forschung, Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur, vor allem in den Bereichen Breitband und Green Technology.
  • Industry-on-Campus-Vorhaben als strategische Forschungskooperationen von Hochschulen und Unternehmen sollen weiter forciert und unterstützt werden.
  • Dort, wo Infrastrukturmaßnahmen mit spürbaren Eingriffen in den Lebensraum von Mensch und Tier einhergehen, ist frühzeitig für völlige Transparenz und echte Bürger_innenbeteiligung zu sorgen. Die Verfahren werden zügig und transparent abgewickelt.
  • Ausbau umweltschonender Mobilität, um die Feinstaub- und CO2 -Emissionen zu senken.
  • Park & Ride-Anlagen sind als Teil der Bahninfrastruktur auszubauen.
  • Die Vergabe von Investitionszuschüssen des Landes läuft über eine zentrale Stelle. Die Zweckmäßigkeit dieser Förderungen wird jährlich evaluiert und in einem Bericht veröffentlicht.

ENERGIE

  • Umsetzung eines integrierten Mobilitäts- und Energiekonzepts für Niederösterreich, das sowohl Versorgungssicherheit als auch neue Entwicklungen berücksichtigt.
  • Dem weiteren Ausbau von erneuerbarer Energie ist Raum zu gegeben. Neben Sonnenenergie soll auch Geothermie zur Energiegewinnung genutzt werden.
  • Öffentliche Bauvorhaben müssen dem letzten Stand der Umwelttechnik bei Energieversorgung und -rückgewinnung sowie Wärmedämmung entsprechen.
  • Die Bildung von privaten Initiativen zur gemeinsamen Nutzung erneuerbarer Energie sowie von Bürgerbeteiligungsmodellen wird durch den Abbau von bürokratischen Hürden erleichtert.
  • Forschungsprojekte im Bereich alternativer Energiegewinnung und -speicherung werden vom Land initiiert und gefördert.

RAUMORDNUNG UND LANDSCHAFTSSCHUTZ

Raumordnung findet auf verschiedenen Ebenen statt – von der Gemeinde bis zur EU. Gerade die Grenzlage Niederösterreichs zeigt, dass Raumordnung nicht an den Landesgrenzen enden kann und viele Aspekte – Landwirtschaft, Verkehr, Ballungsräume, Industrie – berücksichtigen muss.  

  • Für die verschiedenen ländlichen Räume und Regionen muss eine Strategie entwickelt werden, die im Lichte des demografischen Wandels, der Digitalisierung und einer modernen Infrastruktur die Lebens-, Umwelt- und Wirtschaftsqualität sichert und weiterentwickelt („Landleben 2.0“).
  • Sichern einer modernen, zukunftsfähigen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Landwirtschaft in Niederösterreich, die sowohl aus Großbetrieben als auch aus kleinen, spezialisierten Betrieben besteht.  
  • Erhalten der biologischen Vielfalt unter Berücksichtigung ökonomischer Rahmenbedingungen und Umsetzung des Natura 2000-Programms; Rückbau von nicht notwendigen Flussregulierungen und versiegelten Böden.