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NEOS NÖ zu Waldhäusl: Zerschlagung von St. Gabriel ist unwürdiges Schauspiel

Vor Kurzem haben die knapp 30 Mitarbeiter_innen und die rund 110 Bewohner_innen des Caritas-Hauses St. Gabriel aus den Medien erfahren, dass ihre Einrichtung von FPÖ-LR Gottfried Waldhäusl geschlossen wird. Am Montag, 18. Juni, haben die ersten Bewohner ihr Quartier verlassen müssen. Da es LR Waldhäusl nicht für notwendig erachtet hat, mit den Betroffenen zu sprechen, sind NEOS-Landessprecherin Indra Collini und NEOS-Gemeinderat Matthias Stanek zum Lokalaugenschein nach St. Gabriel gefahren, um sich vor Ort die Sorgen der Bewohner_innen und Mitarbeiter_innen schildern zu lassen. 

„Hier wird das Problem groß gemacht, nicht die Lösung. Dass die Betroffenen kurzfristig über die Medien von der Zerschlagung der Einrichtung erfahren haben, ist ein Skandal.“, so bewertet Landessprecherin Indra Collini die Hauruck-Aktion von FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl bei ihrem Besuch in der Asyl-Unterkunft St. Gabriel in Maria Enzersdorf. „Dass ein seit 26 Jahren bestehendes, in sein Umfeld gut eingebettetes Betreuungsprojekt geschlossen wird, ist reine Symbolpolitik. Wenn 119 Menschen, darunter Schwerkranke und viele Familien mit Kindern, aus Willkür aus ihrem gewohnten Umgeld gerissen werden, dann ist das unmenschlich. Sachlich gibt es jedenfalls keinen Grund, die Vorzeige-Einrichtung zu schließen“, so die pinke Fraktionschefin. Dass Sicherheitsbedenken eine Rolle spielen, glaube sie nicht. Der jüngste Vorfall sei selbstverständlich tragisch, laut Caritas allerdings der einzig schwerwiegende in all den Jahren.

Kritik gibt es auch am Umgang der FPÖ mit dem psychologisch und sozialpädagogisch ausgebildeten Betreuungspersonal: „Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bausch und Bogen als unfähig hingestellt werden, ist eines Landesrats nicht würdig. Von einem Regierungsmitglied erwarte ich mir, dass es sich die Situation vor Ort ansieht und das Gespräch sucht. Stattdessen wird hier auf dem Rücken aller Betroffenen Stimmung gemacht. Das ist zynisch.“

Die NEOS-Politikerin fordert von Waldhäusl ein Gesamtkonzept im Asylbereich und einen menschenwürdigen Umgang mit Asylwerber_innen und den Mitarbeiter_innen – „Letzten Endes stellt sich auch die Frage, wie lange die ÖVP-Landeshauptfrau diesem Akt der Willkür noch zusehen will.“

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