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NEOS NÖ zu Hausärztemangel: Zahlen offenbaren wahres Ausmaß

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann sieht sich in ihrer Kritik, wonach die Symptome, nicht aber die Ursachen des Hausärztemangels in Niederösterreich bekämpft würden, bestätigt. „Die Politik ist jetzt gefordert: Die jüngste Statistik der Ärztekammer zeigt auf, dass die Zahl der unbesetzten Kassenstellen wächst anstatt zu sinken. Im vergangenen November waren es sechs, mittlerweile sind es 15 unbesetzte Kassenstellen. Die von der Landeshauptfrau ausgerufene Landarztinitiative ist also entweder ziemlich zahnlos oder einer von vielen Wahlkampf-Gags der ÖVP“, so Kollermann.

NEOS NÖ will rasche Aufwertung und Stärkung der Hausärzt_innen

Die pinke Landtagsabgeordnete fordert nun mehr Tempo und echte Reformen, anstelle der bisherigen Scheinlösungen: „Es ist völlig unverständlich, warum die Politik hier nicht endlich für eine Entlastung der Allgemeinmedizinerinnen und –mediziner sorgt. Von ihnen wird zwar mehr Zeit für Patientinnen und Patienten gefordert, zeitgleich wird die bürokratische Last aber immer erdrückender. Das kann nicht zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger sein.“

Ein weiteres großes Thema seien auch die Finanzen: „Die Politik weiß nun seit Jahren, dass Hausärztinnen und Hausärzte ihre Kosten durch Kassenleistungen kaum decken können, schiebt nachhaltige Lösungen aber weiter hinaus“, so Kollermann, die sich für faire Honorare und ein Recht auf Anstellung ausspricht: „Wenn Ärztinnen und Ärzte andere Mediziner anstellen dürfen, ist das ein attraktiver Einstieg für jene, die nicht auch noch das unternehmerische, finanzielle Risiko tragen können oder wollen. Ein Finanzierungsmodell für Landarztpraxen in Anlehnung an geplante Primärversorgungszentren soll zusätzlich helfen, den Hausärztemangel in den Griff zu bekommen und vor allem junge Medizinerinnen und Mediziner zu fördern.“