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NEOS NÖ zu Gesundheitszentren: Niedergelassenen Bereich jetzt stärken!

„Schluss mit den Placebos“, fordert heute NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann im Fall der NÖ-Gesundheitsversorgungszentren. „Eine zusätzliche Errichtung solcher Zentren in Zusammenhang mit einer Pilotphase ist sicherlich ein guter erster Schritt. Solche Primärversorgungseinrichtungen (PVE) sind aber nicht die Ultima Ratio, um die Versorgungsproblematik in den ländlichen Gebieten nachhaltig zu lösen“, so Kollermann. Die pinke Landtagsabgeordnete plädiert deshalb für einen tiefgreifenden Strukturwandel mit weitreichenden Reformen: „Laut Hauptverband kann ein Hausarzt mit den Kassenleistungen seine Kosten bestenfalls decken. Noch dazu wird bei den PVE eine Mindestfinanzierung sichergestellt, während der Hausarzt am Land das volle Risiko trägt. Da wäre es eigentlich angebracht, bei den Arbeitsbedingungen und der Vergütung anzusetzen“, so Kollermann.

Gesundheitssprecherin Edith Kollermann
Gesundheitssprecherin Edith Kollermann

Die Gesundheitssprecherin stößt sich außerdem an der sogenannten Landarztgarantie, die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zu Jahresbeginn ausgerufen hat. Diese soll garantieren, dass länger nicht besetzte Kassenstellen mit Medizinern der Landeskliniken für zumindest ein Jahr abgedeckt werden. „Was ich mir wünsche ist ein nachhaltiger Blick auf die Sache und die Fragestellung, was nach diesem einen Jahr passiert. Hier wird das Symptom bekämpft, nicht die Ursache!“ Kollermann fordert in diesem Zusammenhang mehr Reformeifer. „Das Gesundheitssystem krankt an der dualen Finanzierung und an einem undurchschaubaren Geflecht von Zuständigkeiten. Würde am System gespart – also bei Zusatzpensionen, privilegierten Beamtenkassen und überbordenden Strukturen – wäre eine faire Honorierung für den Hausarztstand ein leichtes“, so Kollermann, die dem Gesundheitssystem unter Schwarz-Blau eine baldige Besserung wünscht.