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NEOS NÖ: Parteien sitzen weiterhin im Klassenzimmer

NEOS-Landessprecherin Indra Collini sieht sich vor der heutigen Landtagssitzung in ihrer Sorge um Niederösterreichs Schulen bestätigt. „Mit der jüngsten Bildungsreform tritt nun das ein, was wir immer befürchtet haben: Die Landeshauptleute machen durch die Bank von der Möglichkeit Gebrauch, sich als oberste Chefs in die Bildungsdirektionen zu setzen. Damit wird die rot-schwarze Machtpolitik in den Klassenzimmern dieses Landes einzementiert.“

Zwar sei es im Sinne der pädagogischen Autonomie zu begrüßen, dass Schulleiter_innen künftig selbst über den Zeitrahmen einer Unterrichtseinheit bestimmen können. Das ändere allerdings nichts an der Tatsache, dass Schulen auch weiterhin am parteipolitischen und bürokratischen Gängelband der Politik hängen: „LH Mikl-Leitner bekommt umfangreiche Weisungsrechte mit auf den Weg und wird mit diesen Rechten bald in allen Klassenzimmern stehen – allerdings nicht mit dem Schul-, sondern mit dem Parteibuch“, so Collini, die in Resolutionsanträgen den Verzicht der Landeshauptfrau auf den Posten, sowie einen Rückzug der Parteipolitik aus dem Bildungssystem fordert. „Nur so können wir sicherstellen, dass das Parteibuch aus den Schultaschen unserer Kinder verschwindet und es endlich darum geht, ihre Talente zu fördern und Chancen zu entfalten.

NEOS fordern echte Bildungsreform ohne rot-schwarze Taschenspielertricks

Im dritten und letzten Antrag zum Thema Bildung fordert die pinke Landesparteichefin, den niederösterreichischen Schulleiter_innen weitreichende Kompetenzen in die Hand zu geben. Weiters regt sie die Einrichtung öffentlicher Pionierschulen an, in denen in einem ersten Schritt ausführliche Autonomierechte getestet werden. „Was es jetzt braucht ist eine echte Bildungsreform, die Schulen finanzielle, personelle und pädagogische Autonomie garantiert. Es kann nicht sein, dass sich die Landeshauptleute bei jedem Minimalkonsens, der im Bund zustande kommt, mit ihren Machtansprüchen hinein reklamieren. Wenn wir mündige Kinder wollen, dann braucht es auch eine mündige Schule“, so Collini abschließend.