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NEOS Guntramsdorf verärgert: Neue ORG-Kosten aufgetaucht

Ausgaben für Sportanlagen und Einrichtung des Oberstufen-Realgymnasiums waren dem Gemeinderat bisher nicht bekannt. Vizebürgermeisterin Elisabeth Manz beklagt mangelnde Transparenz: „Wir haben im Vorjahr extra nachgefragt, ob noch Kosten dazukommen könnten.“

Der Bau des Oberstufen-Realgymnasiums schreitet voran und die reinen Baukosten dafür bewegen sich derzeit auch im vorgesehenen Rahmen. Dennoch sind die NEOS-Gemeinderäte verärgert: „Der Gemeinderat soll der gemeindeeigenen Gesellschaft MGBL, die das Projekt abwickelt, einen zusätzlichen Kreditrahmen von rund zwei Millionen Euro genehmigen“, berichtet NEOS-Vizebürgermeisterin und Finanzreferentin Elisabeth Manz. Der Hauptteil davon sei für die Einrichtung der Klassen und Spezialräume vorgesehen – wenn die Verbundlichung des ORG wie geplant klappt, werden der Gemeinde hier keine Kosten bleiben. Der kleinere Teil fließt in die Errichtung der Außensportanlagen. Hier wird die Gemeinde auch in der Endabrechnung mitzahlen, weil die Anlagen später von der Neuen Mittelschule mitgenutzt werden.

Vizebgm. Elisabeth MAnz (NEOS) vor dem ORG

Zusätzliches Risiko
„Beim endgültigen Baubeschluss vor einem Jahr wurden diese zwei Millionen mit keinem Wort erwähnt“, ärgert sich Manz. „Dabei haben wir mehrfach nachgefragt, ob noch etwas dazu kommen könnte. Und jetzt sagt man uns, die Einrichtung habe ja mit dem Bau nichts zu tun, als ob es um zwei voneinander unabhängige Projekte ginge.“ Wenn es wie geplant laufe, werden im Endeffekt der Gemeinde zwar keine vermeidbaren Kosten bleiben – neue Sportanlagen für die Mittelschule hätten ohnehin bald errichtet werden müssen. „Aber die Gemeinde muss ein zusätzliches Risiko übernehmen, von dem dem Gemeinderat und sogar mir als Finanzreferentin bis vor kurzem nichts bekannt war.“

Keine Alternative
Trotz des Ärgers will NEOS aber zähneknirschend dem Beschluss zustimmen, sagt Manz: „Es bleibt uns gar nichts anderes übrig. Würden wir ablehnen, würden wir das gesamte Projekt gefährden und die Gemeinde könnte auf vielen Millionen Kosten sitzen bleiben.“ In Zukunft sollen solche bösen Überraschungen jedenfalls vermieden werden: „Die Kommunikation aus dem Baubegleitausschuss über die MGBL zur Politik hat hier überhaupt nicht geklappt. Wir haben jetzt einen politischen Beirat für die MGBL geschaffen, der allen Parteien mehr Einblick in die Geschäfte der Gesellschaft bringen soll.“