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Leistbarer Wohnraum in Guntramsdorf geplant

NEOS, SPÖ und Grüne Guntramsdorf veröffentlichten am 9.9.2016 folgende gemeinsame Pressemeldung:

Mit einem Wohnbauprojekt am Tabor möchte die Guntramsdorfer Gemeindespitze der großen Nachfrage nach sozialen und leistbaren Wohnungen entgegenwirken. Der erste Schritt zur Umsetzung, nämlich die erforderlichen Widmungsänderungen,  wurde eingeleitet.

Guntramsdorf ist aufgrund der hohen Lebensqualität ein beliebter Wohnort und somit steigt nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Preise für Immobilien. Besonders für viele ältere, aber auch alleinstehende Menschen und Jungfamilien ist es schwer geworden, eine ihrem Budget entsprechende Wohnung zu finden.

„In Guntramsdorf gibt es derzeit 579 Personen, die auf der Suche nach einer leistbaren Wohnung sind und auf der Warteliste der Gemeinde stehen. Für sie möchte die Regierungskoalition aus SPÖ, NEOS und Grünen mit einem neuen sozialen Wohnbauprojekt ein klares Signal  setzen!“, sagt Bürgermeister Robert Weber (SPÖ). Aktuell hat die Gemeinde 358 Gemeindewohnungen.
„Sozial und leistbar heißt, dass es einen entsprechenden Partner dafür braucht. Daher werden wir uns auch an gemeinnützige Wohnbauträger wenden, damit unsere Vorstellungen bestmöglich im Sinne der Guntramsdorferinnen und Guntramsdorfer umgesetzt werden!“, so Weber weiter.

„Die Bevölkerungsentwicklung für die Bezirke um Wien prognostiziert  ein Wachstum von bis zu +30 Prozent. Auch Guntramsdorf wird weiterwachsen. Dies erfordert ein zusätzliches Angebot vor allem an leistbaren Wohnraum für alle Altersgruppen und Lebenssituationen. Das geplante Projekt setzt hier an!“, so Umwelt-GR Monika Hobek-Zimmermann von den Grünen.

Win-win-Geschäft
Das Projekt sieht vor, dass gegenüber dem Taborpark, wo derzeit abbruchreife, nicht mehr bewohnte Bungalows stehen, eine Wohnhausanlage errichtet wird. Die ersten Schritte dafür wurden bereits eingeleitet: In der kommenden Gemeinderatssitzung soll der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan entsprechend adaptiert werden. Im Anschluss wird es einen Gestaltungswettbewerb mehrerer gemeinnütziger Wohnbauträger geben. „Die Kriterien werden wir in den kommenden Wochen im Detail erarbeiten“, sagt Vizebürgermeisterin Elisabeth Manz (NEOS). „Jedenfalls muss der Platz gut ausgenutzt werden – wir erwarten, dass sich auf dem Grundstück rund 50 Wohnungen ausgehen –, der Bau muss sich optisch gut  ins Ortsbild fügen, und auch der Kaufpreis für das Grundstück muss stimmen.“ Das stehe auch nicht im Widerspruch zum Anspruch der Leistbarkeit: „Das haben wir überschlagen: auch für geförderten Wohnbau sollte sich ein marktnaher Preis ausgehen. Wir werden das Grundstück sicher nicht verscherbeln, das könnte sich die Gemeinde auch gar nicht leisten.“

Masterplan für das Druckfabrikgelände
Die Kritik der Opposition an der Änderung der Flächenwidmung wollen SPÖ, NEOS und Grüne nicht gelten lassen: „Es stimmt weder, dass hier wild gebaut werden kann, noch dass das Druckfabrikgelände ohne Konzept stückweise verkauft werden soll!“, so Weber: Das Wohnprojekt mit 4649,00m2 hat mit den Gebäuden & den Mietern der Druckfabrik nichts zu tun – es geht konkret um die Fläche, auf der schon bisher Wohnhäuser standen. „Der Verkauf wird zudem an detaillierte Bestimmungen zur Bebauung geknüpft werden“.

Für das eigentliche Druckfabrikgelände wird ein Gesamtkonzept entwickelt. „Selbstverständlich braucht ein solch großes Areal in Zentrumsnähe einen Masterplan für die weitere Entwicklung. Auch hier werde ich alle politischen Vertreter einladen, ihre Ideen einzubringen!“, gibt sich Robert Weber unmissverständlich. Der Startschuss dafür wird 2017 erfolgen, sobald das Projekt ORG abgeschlossen ist und somit entsprechende Kapazitäten in der Verwaltung frei werden.