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Lehrermangel: NEOS-Anfrage soll Planungsversagen aufdecken

„Als Mutter und Bürgerin ist es mir wichtig, dass mit der Zukunft unserer Kinder nicht weiter gespielt wird“, so NEOS-Landessprecherin Indra Collini in einer ersten Reaktion auf Berichte über den Lehrermangel in Niederösterreich. „Tatsache ist, dass Pädagogen in Fächern unterrichten müssen, die sie nicht studiert haben. Noch dazu werden Studierende herangezogen, die wegen der Doppelbelastung durch den Fleischwolf des Systems getrieben werden und sich am Boden der traurigen Tatsachen nicht selten vom Lehrberuf verabschieden“, so Collini. Sie mahnt deshalb echte Lösungen statt fauler Kompromisse ein.

Die pinke Fraktionsobfrau fordert etwa ein zukunftsweisendes Konzept der Landespolitik, um das Weiterwurschteln zu beenden und Planungssicherheit herzustellen: „Der Lehrermangel ist das Ergebnis des Planungsversagens zuständiger Stellen, denn demografische Daten wie Pensionierungen sind einfach zu erheben. Danach gilt es aber auch, die richtigen Schlüsse zu ziehen und aktiv Maßnahmen zu ergreifen.“ Collini verweist heute außerdem auf Aussagen des Landesschulrats, „der bereits 2016 vor der heutigen Situation gewarnt hat, während die Politik entsprechende Taten missen hat lassen.“

Eine Anfrage der NEOS an Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister soll in dieser Misere Fakten schaffen. Darin will Collini u.a. wissen:

  • In welchen Schultypen und Bezirken gibt es die gröbsten Engpässe?
  • Was gedenkt die Landesregierung dagegen zu tun?
  • Wie kann es sein, dass jedes Jahr zu Schulbeginn der Lehrer_innenmangel Thema ist, davor aber wenig Taugliches zur Behebung des Missstandes passiert?

Von der Landespolitik erwartet sich die NEOS NÖ-Vorsitzende nun mehr Arbeitseifer. „Einstein hat einst gesagt: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Das erscheint mir eine gute Beschreibung für die jetzige Situation zu sein.“

Collini Lehrermangel