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Kind sein in Wolkersdorf

Kind sein in Wolkersdorf, Obersdorf, Münichsthal, Riedenthal oder Pfösing ist eine tolle Sache! Wir leben inmitten intakter Natur, es gibt Spiel- und Sportplätze, im Sommer das Ferienspiel. Außerdem Musical-, Mal-, und Schreibakademie.

Aber wie schaut es mit Kindergarten, Schulen, in der Nachmittagsbetreuung aus?

Wir NEOS in Wolkersdorf gehen davon aus, dass Eltern ihre Kinder grundsätzlich nicht in Betreuungseinrichtungen „abschieben“ (O-Ton Frau Bürgermeisterin), sondern Angebote dann nutzen, wenn sie notwendig und/oder sinnvoll sind.

Oft erfordert es die Lebensrealität, dass beide Eltern berufstätig sind. Wir sind dafür, dass Frauen – auch als Mütter – ihre Karrierechancen nutzen können. Ohne schlechtem Gewissen. Oft macht es einfach Sinn, Betreuungseinrichtungen zu nutzen. Beispiel: Ein Einzelkind, das am Nachmittag mit Gleichaltrigen im Kindergarten spielt, statt mit Mama/Papa allein zu Hause zu sein.

Jede Familie soll die Angebote nutzen dürfen, die notwendig oder sinnvoll sind – ohne schlechtem Gewissen, ohne Rechtfertigungsdruck!

Beginnen wir bei den Kleinsten: Die Gemeinde Wolkersdorf betreibt eine Kleinkindergruppe für Kinder ab 1,5 Jahren. € 344,- pro Monat (ab 31 Betreuungsstunden/Woche) fallen dafür an. Betreut werden Kinder nur, wenn beide Elternteile berufstätig sind.
Gestalten die Regierenden die Rahmenbedingungen absichtlich so unattraktiv? Für einen halbtags beschäftigten Elternteil (in der Regel die Mutter) mit einem Einkommen von etwa € 700,- lohnt es sich nicht, wieder arbeiten zu gehen. Einer Mutter entgehen damit nicht nur Jahre für die Pension. Je länger sie weg vom Job ist, umso schwieriger wird der Wiedereinstieg. NEOS in Wolkersdorf tritt für freien Zugang für alle Kleinkinder ein und fordert einen Betreuungsbeitrag in Höhe eines für die Eltern leistbaren Betrages.

Im Kindergarten schaut es nicht besser aus: Plätze für 2½-Jährige gibt es nicht immer in jedem Kindergarten. Das führt dazu, dass Kinder ein halbes Jahr lang in einem anderen Kindergarten untergebracht werden, als in dem, den sie die nächsten 3 Jahre lang besuchen werden. – Aus pädagogischer Sicht ist das absolut unzumutbar!
Durch das derzeitige Bedarfserhebungsmodell, kann in einem Jahr die Nachmittagsbetreuung gesichert sein und im nächsten Jahr einfach wegfallen. Dann bleibt nur die Wahl: Job kündigen oder Kindergarten wechseln (was für unsere Zwerge sicher nicht einfach ist). Wir setzen uns für fixe Beteuungszeiten (mind. 1 Gruppe pro Kindergarten bis 15 Uhr) ein.
In einer wohlhabenden Gemeinde wie Wolkersdorf kann es auch nicht sein, dass Eltern für die Ausstattung (schalldämmende Decke im KiGa, Neuanstrich der Wände in der VS) selbst aufkommen bzw. diese selbst durchführen müssen, wie es derzeit der Fall ist.

Womit wir auch schon bei der Volksschule sind. Auf Lehrmethoden, Einschreibungsbedingungen und Ähnliches kann die Gemeinde nicht direkt Einfluss nehmen. Die Bürgermeisterin sollte aber zumindest das Gespräch mit der Direktorin suchen und ihr in Anbetracht der Beschwerden und Anregungen der Eltern nahelegen, Verbesserungen vorzunehmen.
Selbst ÖVP-Spitzenpolitiker fordern inzwischen einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuungsplätze. Wir fordern, dass beim geplanten Zu- und Umbau der Volksschule auf die künftigen Erfordernisse eines verschränkten Ganztagesunterrichts Rücksicht genommen wird.
Der derzeitige Hortbetrieb bleibt davon unbeenflusst. Eine Ganztagesklasse soll ab dem Jahrgang 2015/16 verwirklicht werden.

Was NMS (Neue Mittelschule), AHS (Gymnasium) und Polytechnischen Lehrgang anbelangt, haben wir derzeit nicht genug Einblick, um detailliert Mängel aufzuzeigen. Aufgefallen ist uns aber, dass Schüler_innen der AHS keine Nachmittagsbetreuung geboten wird. Zumindest für die AHS-Unterstufe (also Jugendliche im Alter von 10 – 14 Jahren) fordern wir eine optionale Nachmittagsbetreuung, wie sie für die gleichaltrigen Schüler_innen der NMS seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist.

Wir freuen uns über jedes geborene Kind in unserer Gemeinde! ☺
Warum vergibt die Gemeinde Förderungen (Wassergebühr, Schulstarthilfe, Zuschuss zu schulischen Veranstaltungen,…) nur an Familien mit drei oder mehr Kindern?
Uns ist jedes Kind gleich viel wert! Auch wenn in einer Familie zwei Kinder oder ein Kind großgezogen werden/wird, bedeutet das für die Eltern Mehrausgaben, berufliche Einschränkung und Kraftanstrengung für die Erziehung.

Wenn unsere Kinder flügge werden, erweitert sich ihr Aktionsradius. Fußballtraining, Treffen mit Freund_innen, ein Abend im Outback,…  Mit den bestehenden Busverbindungen kommen Jugendliche heute kaum dann dort hin, wo sie hin wollen. Unser Rufbus-Modell bietet leistbare Mobilität für alle Generationen. Ohne, dass Mama oder Papa Taxi spielen müssen!

Für die  Bürger_innen in den Katastralgemeinden: Wie Sie vielleicht wissen, wird der Spielplatz in Ihrem Ort durch Ehrenamtlliche (Herzlichen Dank dafür!) in Schuss gehalten. In der Stadt Wolkersdorf werden alle Arbeiten von Gemeindebediensteten geleistet (Arg. Bürgermeisterin: „in Wolkersdorf haben wir ja keinen Verschönerungsverein…“).
Wir fordern, dass zumindest bei aufwändigen Vorhaben (zB Zaun zur Straße) ordentliches Material und Arbeitskräfte von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden und somit die Eigeniniatitive von Eltern und aktiven Bürger_innen unterstützt wird.

UNSERE KINDER sind UNSERE ZUKUNFT!