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Glasfabrik Brunn – Wohntraum oder Albtraum?

05.09.2018 NEOS Brunn

Das Projekt Glasfabrik Brunn darf nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg für die Immobilien-Gesellschaften werden, es ist auch darauf zu achten, dass kein nachhaltiger Schaden für Brunn am Gebirge entsteht. Bei der Entwicklung des neuen Ortsteils sind Verstand, Weitblick und Transparenz gefordert, damit das Projekt ein Erfolg für alle Brunner_innen wird.* Daher fordern NEOS Brunn sachliches, nachhaltiges und transparentes Handeln – JETZT!

Auf der Website der Projektentwickler ist zu lesen, dass am Areal der ehemaligen Brunner Glasfabrik, in einem ersten Bauabschnitt, rund 350 moderne Wohnungen und Grünraum entstehen werden. Der nur wenige hundert Meter entfernte Campus 21 werde neben Shuttle-Bussen auch mit Geh- und Radwegen direkt an den neuen Ortsteil angeschlossen. Das Projekt könne damit in Zukunft mithelfen, den Eigen-Verkehr in der Gemeinde Brunn und auch den Pendler-Verkehr zu reduzieren. Neben kommunalen Einrichtungen und einem Nahversorger seien auf dem Areal der ehemaligen Glasfabrik auch zahlreiche grüne Freiräume und offene Plätze geplant, die für Veranstaltungen genutzt werden können und die Kommunikation unter der Brunner Bevölkerung fördern sollen (http://glasfabrikbrunn.at/projektinfo/vision/, 04.09.2018).

Im Fall dieses Bauprojekts sei die Planung der Gesamtanlage von Beginn weg im Rahmen eines kooperativen Planungsverfahrens durchgeführt worden. Vertreter der Marktgemeinde sowie Experten aus den Bereichen Raumplanung, Umwelt, Verkehr, Landschaftsplanung und Architektur entwickelten gemeinsam mit den Bauträgern, unter der Leitung eines von der Gemeinde Brunn nominierten, unabhängigen Raumplaners, ein langfristiges Bebauungs- und Nutzungskonzept, damit sichergestellt werde, dass die örtlichen Gegebenheiten, die Verkehrssituation und die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der Gemeinde Brunn und ihrer Bevölkerung bei der Projektentwicklung umfassend berücksichtigt werden (http://glasfabrikbrunn.at/was-ist-ein-kooperatives-planungsverfahren/, 04.09.2018).

Was die Projektenwickler beschreiben, klingt nach einem Wohntraum!

Auf der Website der ÖVP Brunn am Gebirge wird dagegen von einer Trabantenstadt mit ca. 1.000 Wohneinheiten, 3.000 zusätzlichen Einwohnern, 2.500 zusätzlichen Fahrzeugen und einem fehlenden Verkehrskonzept geschrieben (http://www.unserbrunn.at/2018/08/31/projekt-glasfabrik-brunn-soll-trabantenstadt-bekommen/, 04.09.2018).

Das klingt nach einem Albtraum für Brunn!

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit einem solchen neuen Ortsteil sind vielfältig. Angefangen von der Anbindung an das Ortszentrum, der zusätzlich nötigen Infrastruktur, dem zunehmenden Verkehr, insbesondere zu den Stoßzeiten zu Kindergärten und Schulen, usw. usw.

Daher fordern die NEOS Brunn auch hier, oder besser gesagt, gerade bei diesem wichtigen Projekt, sachliche und transparente Politik, für alle Brunnerinnen und Brunner.

Dass das Grundstück vor vielen Jahren in Bauland umgewidmet wurde, ist zu akzeptieren. Dass auf dem Gelände großvolumige Wohnbauten entstehen werden, war zu erwarten. Jetzt gilt es dafür zu sorgen, dass das Projekt nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg für die Immobilien-Gesellschaften wird, sondern auch, dass kein nachhaltiger Schaden für Brunn am Gebirge entsteht.

Im örtlichen Entwicklungskonzept sind die Freigabebedingungen für die Bebauung festgelegt. Diese sind strikt einzuhalten. Zusätzlich fordern wir, dass die Unterlagen aus dem kooperativen Planungsverfahren interessierten Bürger_innen zugänglich gemacht werden. Sollte sich zeigen, dass berechtige Interessen von Brunner_innen nicht berücksichtigt wurden, muss das Planungsverfahren wiedereröffnet werden.

* Auch das Projekt Glasfabrik zeigt, wie notwendig die von NEOS Brunn vorgeschlagene große Verkehrslösung ist. Siehe dazu: https://niederoesterreich.neos.eu/gemeinde/brunn-am-gebirge/#downloads

Bildnachweis: NÖN, Leben in „Glasfabrik“, 7.3.2018