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Gemeindeeigentum in Guntramsdorf darf nicht verscherbelt werden 

Der Guntramsdorfer Bürgermeister Karl Schuster (SPÖ) kündigte bei der letzten Gemeinderatssitzung an, dass das Areal der ehemaligen Druckfabrik billig verkauft werden soll, damit dort leistbare Wohnungen entstehen können. Wir sagen: Leistbaren Wohnraum zu schaffen ist wichtig – aber Grundstücke unter Wert zu verscherbeln ist der falsche Weg, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir müssen auch an übermorgen denken – bei unserer finanziellen Lage können wir nicht einfach ein paar 100.000 Euro verschenken. Es gibt bessere Wege, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Zum Beispiel kann man einer Wohnbaugenossenschaft ein Baurecht einräumen. Sie zahlt dafür einen jährlichen Zins, das Grundstück bleibt aber im Gemeindebesitz. Dadurch sind sogar noch günstigere Mieten möglich als durch einen billigen Verkauf.

Womöglich ist der billige Wohnraum aber ohnehin nur ein vorgeschobenes Argument: In Kürze soll nämlich in Guntramsdorf ein neues Oberstufenrealgymnasium entstehen, plus eine neue Sporthalle; die Neue Mittelschule wird umgebaut. Einen Teil der Kosten muss auf jeden Fall die Gemeinde übernehmen – es dürfte um rund 4,5 Millionen Euro gehen. Haben wir dieses Geld überhaupt? Oder müssen wir dafür das Druckfabriksgelände verkaufen? (Dieses wurde übrigens erst 2007 gekauft – den Kredit dafür zahlen wir noch viele Jahre zurück.) Wir fordern Ehrlichkeit der Gemeinde gegenüber den Bürger_innen und Bürgern. Wenn wir knapp bei Kasse sind, soll das auch offen gesagt werden, und nicht versteckt!

Unabhängig davon fordern wir eine transparente Ausschreibung, falls auf dem Druckfabrik-Areal neue Wohnungen entstehen: Nicht der nächstbeste Bauträger soll das Projekt bekommen, sondern der, der das beste Konzept präsentiert. Mehr Transparenz und eine enkelfitte Budgetpolitik – dafür setzen wir uns ein!

Christoph Lehner, NEOS-Kandidat in Guntramsdorf