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Drasenhofen: Nicht nachvollziehbare Geldflüsse sofort prüfen

In der Causa Drasenhofen haben die NEOS eine Anfrage an FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl eingebracht. Sie soll klären, warum eine vor kurzem noch als Tischlerei tätige Firma für die Sicherheit im Quartier verantwortlich war und weshalb sie drei Mal so viel Geld wie üblich bekommen hat: „In Summe sind 8.500 Euro pro Jugendlichen und Monat ausgegeben worden. Warum das fast das Dreifache dessen ist, was beispielsweise das SOS Kinderdorf für die Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen bekommt, muss der FPÖ-Landesrat erklären. Wir hegen den Verdacht, dass hier Steuergelder ohne Leistung bezogen worden sind, denn eine Betreuung hat laut Jugendanwaltschaft nicht stattgefunden“, so die Landessprecherin der NEOS NÖ, Indra Collini. In der Anfrage will sie wissen, welche Leistungen für das Geld konkret erbracht wurden und ob ein entsprechender Auftrag ausgeschrieben war.

Grund für die Übersiedlung nach Drasenhofen unbekannt

Abseits dessen gebe es Klärungsbedarf bei der Übersiedlung: „Auch hier ist genau hinzuschauen, denn durchgesickerte Infos deuten darauf hin, dass es nicht so einfach war, Jugendliche für Drasenhofen zu finden. Waldhäusl selbst sagte aus, dass niemand die Jugendlichen wollte. Das stimmt aber definitiv nicht, wie wir mittlerweile von der Diakonie wissen. Sie war vom Informationsfluss ausgeschlossen“, so Collini. Sie vermutet ein anderes Motiv hinter der überhasteten Übersiedlung. So gelte es etwa zu klären, ob ein politisches Naheverhältnis bei der Auftragsvergabe eine Rolle gespielt hat.

Forderung nach Rechnungshofprüfung aufrecht

Als dringend notwendig bezeichnet die pinke Landessprecherin eine mögliche Prüfung des Rechnungshofs. „Mit einem Auge hat der Rechnungshof bereits auf die Flüchtlingsquartiere geschielt. Jetzt braucht es die gesamte Kontrollkraft und die Gewissheit, ob mit dem Steuergeld der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher Schindluder getrieben wurde.“