Karl Pfiel

12. Juli 2021

Karl Pfiel (Spirulix)

Wir haben von unseren Eltern eine klassische Landwirtschaft im Tullnerfeld übernommen. Und damit hatten wir auch das klassische Problem der Mehrheit der heute in der Landwirtschaft Tätigen übernommen. Machst du das gleiche wie alle anderen auch, wirst du irgendwann auf den billigsten Preis reduziert. Da leidet nicht nur das Ego, sondern irgendwann der Betrieb und auch alle im Betrieb Beschäftigten. So wollten wir unser Leben nicht verbringen. Daher haben wir schon früh vor 20 Jahren in einen Betrieb zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie investiert und uns stark in der Forschung dazu engagiert. So hat uns dann ein Forschungsprojekt auch zu den Algen als Zukunftsthema geführt. Wir haben dann vor einigen Jahren das Startup SPIRULIX gegründet und wollen so die Ernährungsgewohnheiten der Leute von groß bis klein an die Zukunft anpassen und so nebenbei das Klima retten.

Mut war an diesem Punkt gefragt, weil jeder weiß – ohne Geld keine Musi! Und den Banken waren wir die letzten Jahrzehnte oft genug ausgeliefert. Also was tun? Erstmal alles eigene Geld investieren, Ärmel aufkrempeln und hinein ins Vergnügen. Ja, Vergnügen war es am Beginn bis einmal so halbwegs etwas steht keines. Stichwort Österreich und Bürokratie und was (Algen sowieso!) ist das überhaupt? Darf man das so …? Ja, wenn der Wille und der Glauben an die eigene Vision stark genug ist, darf (soll!) man das! Und das hat mich zu meinem Statement geführt …