Landbauer-Bruder in fünf dubiosen Vereinen aktiv - verdacht auf Querfinanzierung

Was wussten Sie davon, Herr Landbauer?

25. Mai 2019

Collini: „Diese Verschleierungstaktiken bei illegalen Parteispenden dürfen wir als Politikerinnen und Politiker nicht weiter tolerieren“

Nach den Enthüllungen des Nachrichtenmagazin profil verlangt NEOS-Landessprecherin Indra Collini eine Stellungnahme von FPÖ-Klubobmann Udo Landbauer: „Dass der Landbauer-Bruder Hauptdarsteller in allen fünf bislang aufgetauchten Vereinen zur möglichen Querfinanzierung der FPÖ ist, ist der nächste Höhepunkt dieses Trauerspiels. Hier gibt es offenbar einen organisierten Sumpf aus Tarnung und Täuschung, aus in Abrede stellen und Verantwortung abschieben. Da stellt sich mir schon die Frage, was genau Udo Landbauer von den Aktivitäten seines Bruders gewusst hat?“, so Collini.

Sie fordert sowohl von der FPÖ als auch von der ÖVP Aufklärung über die Herkunft der Wahlkampfmillionen, da auch die Volkspartei NÖ auf Vereinskonstruktionen zurückgreife. „Lukas Mandl ist uns bislang eine vollständige Offenlegung seiner Vereinsbilanz schuldig geblieben. Die Zahlen, die er veröffentlicht hat, sind nicht objektiv überprüfbar. Es wird Zeit, die Querfinanzierungsroute über Vereine zu schließen und ich erwarte mir, dass die Landeshauptfrau hier endlich die Scheuklappen absetzt und einer verschärften Kontrolle der Parteifinanzen nicht weiter im Weg steht. Leider hat die ÖVP bislang nichts aus dem Ibiza-Skandal gelernt und sowohl mehr Transparenz bei Parteifinanzen als auch die Abschaffung des Proporzes, durch den solche Methoden in Regierungsverantwortung gehievt werden, verhindert.“