Vorsorgeuntersuchung durch Anreize attraktivieren

21. August 2019

Kollermann: „Wer Patientinnen und Patienten belohnt und zur Vorsorge animiert, spart sich Folgekosten für das Gesundheitssystem.“

Großen Handlungsbedarf erkennt NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann bei der Vorsorgeuntersuchung im Land. Sie beruft sich dabei auf die Beantwortung einer NEOS-Anfrage, die Niederösterreich als Schlusslicht ausweist. „Nur fünf Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben 2017 die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen. Wenn man bedenkt, dass die jährliche Vorsorge die Folgekosten für das Gesundheitssystem einschränkt, ist das viel zu wenig“, so Kollermann, die einerseits für mehr Informations- und Präventionsarbeit plädiert, andererseits aber auch Anreize schaffen will. „Aus meiner Sicht muss über Anreize nachgedacht werden, damit Menschen das Vorsorgeangebot auch annehmen. Ich würde mir wünschen, dass Patientinnen und Patienten gemeinsam mit Arzt und Kasse Gesundheitsziele definieren und Kassenbeiträge vergünstigt werden, wenn hier gewisse Ziele erfüllt worden sind.“ 

Gleichzeitig müsse aber auch eine flächendeckende Primärversorgung sichergestellt werden, um Patientenströme lenken zu können – weg von den Ambulanzen, hin zum Hausarzt. „Gerade in Niederösterreich steht das Landarzt-System auf dem Prüfstand. Das zeigt sich bereits in vielen Gemeinden, die keinen Hausarzt mehr in der Nähe vorfinden. Deshalb muss das Land endlich handeln und Geld in den wohnortnahen Primärbereich umschichten“, so die Gesundheitssprecherin abschließend.