UNOS NÖ: Wirtschaftskammer muss Servicestelle für Unternehmen werden

24. Februar 2020

Margetich: „Die heimische Wirtschaft braucht nicht noch mehr Parteieneinfluss, sondern ein echtes Sprachrohr für die Unternehmen.“

UNOS NÖ-Landessprecher Jürgen Margetich wirbt vor den Wirtschaftskammerwahlen vom 2.-4. (NÖ) bzw. 5. März für eine transparente, effiziente und sparsame „Wirtschaftskammer Neu“. Im Zentrum stehe dabei eine Kammerreform, die eine spürbare Senkung der Beiträge für Unternehmer_innen und die stufenweise Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft vorsieht. „Unternehmen in Österreich sind auf vielen Ebenen mit Kosten konfrontiert, was vor allem junge, kleinere und Ein-Mann-Unternehmen vor Probleme stellt. Da ist es nicht einzusehen, dass die Wirtschaftskammer auf Milliarden sitzt, ohne sich an ihren eigentlichen Auftrag zu halten. Wer Zwangsbeiträge einhebt, muss transparent machen, wofür die Gelder der Unternehmerinnen und Unternehmer verwendet werden und sparsam mit ihnen umgehen“, so Margetich. Dass dies nicht der Fall sei, habe WK-Präsident Harald Mahrer am Opernball eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Wer sich offenbar mit Zwangsbeiträgen eine Loge kauft und dann auch noch süffisant zu Protokoll gibt, aus Gründen des Sparens nur Mineralwasser zu trinken, ist nicht die Lösung für die Probleme der Kammer, sondern Teil des Problems.“

Margetich wolle wegen des spendablen Umgangs mit Geldern ein möglichst rasches Ende der Zwangsbeiträge. In einem ersten Schritt solle der Zwang für EPU und KMU fallen. „Eine starke Wirtschaftskammer überzeugt Betriebe durch ihren Service und nicht dadurch, dass sie Unternehmerinnen und Unternehmer zwangsweise an sich bindet. Wie das funktionieren kann, zeigen etwa die Freiwilligenkammer in Luxemburg oder der ÖAMTC in Österreich“, betont der Landessprecher mit Verweis auf die freiwillige Mitgliedschaft beim Automobilclub. Ebenfalls am Plan von UNOS: Eine Verschlankung der Strukturen – statt neun Länderkammern soll es vier Regionenkammern geben –, eine Reform und Entbürokratisierung der Gewerbeordnung, sowie die Entpolitisierung der Kammer. „Dieser Schritt ist längst überfällig. Die Wirtschaftskammer ist nicht die Vorfeldorganisation der ÖVP, wird aber als solche instrumentalisiert. Das kann nicht im Interesse der Zwangsmitglieder sein.“

Ziel der UNOS Niederösterreich sei laut Margetich ein konsequentes Wachstum. „Uns geht es einerseits darum, unsere Strukturen auch in Niederösterreich Schritt für Schritt aufzubauen und uns dort mandatsmäßig zu verstärken, wo wir antreten“, so Margetich abschließend.