NEOS zu NÖ-Massentest: Chaos durch fehlende Unterstützung muss vermieden werden

9. Dezember 2020

Kollermann: „Viele Gemeinden haben Probleme, ein Projekt in dieser Größe ohne Hilfe zu stemmen.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann sieht die Gemeinden bei der Umsetzung der Massentests auf weiter Strecke alleingelassen. „Aus vielen Gemeinden höre ich, dass Informationen zur Umsetzung der Teststraßen und so gut wie jede Unterstützung bei Organisation und Personal von Seiten des Landes fehlen. Einige Kommunen haben deshalb große Schwierigkeiten, ein Projekt in dieser Größenordnung mit einer so kurzen Vorbereitungszeit ohne Hilfestellung zu stemmen“, so Kollermann.

Die fehlende Unterstützung sei jedenfalls in vielfacher Hinsicht ein Problem. „Einerseits ist die vom Land angegebene Testzeit von 1,5 Minuten pro Person laut Expertinnen und Experten deutlich zu gering, weshalb es hier zu einer massiven Überlastung der Teststraßen kommen könnte. Auf der anderen Seite hantieren ehrenamtliche Helfer mit potenziell infektiösem Material. Da fehlt mir derzeit aber noch ein Plan, wie damit sicher umgegangen werden kann, denn eine Entsorgung in der Restmülltonne kann nicht die Lösung sein.“

Kollermann, die sich als freiwillige Helferin gemeldet hat, erhoffe sich ein proaktiveres Krisenmanagement des Landes Niederösterreich. Die verbleibenden Stunden vor dem Start der Tests müssten dazu verwendet werden, offene Fragen zu klären und Gemeinden in organisatorischer Not zu unterstützen.