NEOS zu Lehrermangel: Überstunden kosten dem Land knapp 18 Mio. Euro

13. February 2020

Collini: „Bildung für unsere Kinder darf Geld kosten. Die Politik hat aber auch dafür zu sorgen, dass die Gelder sinnvoll eingesetzt werden." 

Die Anzahl der Lehrerinnen- und Lehrerüberstunden in Niederösterreich und die damit verbundenen Kosten sind im Schuljahr 2018/19 weiter gestiegen. Aus der Beantwortung einer Anfrage geht hervor, dass an Landesschulen knapp 420.000 Überstunden geleistet werden, im Jahr davor waren es knapp 412.000. Die Kosten für diese Überstunden liegen bei aktuell 18 Millionen Euro – nach 17 Millionen im Jahr davor. Laut NEOS Landessprecherin Indra Collini sei das ein überdeutliches Signal dafür, dass es auch in NÖ zu wenig Lehrerinnen und Lehrer gebe und es wesentlich mehr Anstrengungen bei dieser Herausforderung brauche: „Die Zahlen zeigen, dass die Landespolitik bei der Personalplanung versagt und nicht in der Lage ist, mit rasch eingeleiteten Maßnahmen auf einen Mangel zu reagieren. Das betrifft die Ärzteschaft im Land genauso wie die Pädagoginnen und Pädagogen. Anstatt teure Imageprojekte wie die Deutschförderklassen durchzuführen, sollte der Fokus auf die Attraktivierung des Berufs liegen. Denn unter den jetzigen Voraussetzungen sind die Pädagoginnen und Pädagoginnen, die hier enormes leisten, aber auf die Schülerinnen und Schüler die Leidtragenden“, so Collini.

Laut der NEOS-Politikerin sei es an der Zeit, neue Wege zu gehen. „Aus meiner Sicht ist jetzt die Zeit, um über mehr personellen, pädagogischen und finanziellen Freiraum für unsere Schulen nachzudenken. Die Verantwortlichen am Schulstandort wissen am besten, wo sie welches Personal brauchen“, so Collini. Darüber hinaus müssten weitere Schritte wie ein Bürokratieabbau folgen. „Bildung für unsere Kinder darf Geld kosten. Die Politik hat aber auch dafür zu sorgen, dass die Gelder sinnvoll eingesetzt werden. Was schnell umgesetzt werden kann, ist etwa mehr Supportpersonal, damit sich Lehrerinnen und Lehrer auf den Unterricht konzentrieren können“, so Collini.