NEOS zu Equal Pay Day: Corona-Krise verstärkt Benachteiligung der Frau

20. Oktober 2020

Collini: „Niederösterreich muss die Bemühungen nach vorne verstärken, anstatt Schritte zurück zu machen.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert am Equal Pay Day, die Anstrengungen zur Schließung der Einkommensschere zu verstärken. „Trotz bereits bekannter Lösungen hinkt Niederösterreich bei der Angleichung der Einkommen von Männern und Frauen hinterher. Dazu kommt, dass die Corona-Krise dieses Problem weiter verschärft. Deshalb braucht es hier deutlich mehr Engagement“, so Collini. 

So sei der Großteil ungleicher Bezahlung auf die ungleiche Verteilung der Betreuungsarbeit zwischen Männern und Frauen zurückzuführen. „Die niederösterreichische Realität sieht so aus, dass Kinderbetreuung ebenso wie die Pflege von Alten und Kranken unbezahlt und Frauensache ist. Dadurch werden Frauen in Teilzeitarbeit und in weiterer Folge in die Altersarmut gedrängt. Schlussendlich steht am Ende des Berufslebens die Empfängerrolle und die ist das genaue Gegenteil eines selbstbestimmten Lebens“, so die Landessprecherin, die mehr Betreuungsplätze für Kinder in Niederösterreich fordert.

In Niederösterreich fällt der Equal Pay Day auf den 20. Oktober und damit zwei Tage vor jenem im Bund. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten vollbeschäftigte Frauen rechnerisch bis zum Jahresende – immerhin 73 Tage lang – ohne Bezahlung.