NEOS: Wirksames Pendlerticket anstelle weiterer 1-2-3-Illusionen

28. September 2020

Kollermann: „Braucht eine kostengünstige und umweltverträgliche Lösung für Pendlerinnen und Pendler.“

Nach dem ergebnislosen Ende eines weiteren Gesprächs rund um die Einführung des 1-2-3-Tickets im Jänner 2021, wirbt NEOS-Verkehrssprecherin Edith Kollermann für die Einführung eines Pendlertickets für den Zukunftsraum um Wien. „Rund 150.000 von 188.000 Pendlerinnen und Pendlern stammen aus dieser Region. Für sie braucht es nun endlich eine rasche Lösung, die Umwelt und Geldbörse entlastet. Das schaffen wir aber nicht mit einem 1-2-3-Ticket, das die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern nicht übersteht und das für viele Pendlerinnen und Pendler rund um Wien sogar teurer käme als die derzeitige Jahreskarte“, so Kollermann.

Ein Beispiel sei etwa Brunn am Gebirge: Eine Jahreskarte inklusive Kernzone Wien kostet 626 Euro, beim 1-2-3-Ticket kämen Pendlerinnen und Pendler aber auf 730 Euro. „Ich halte ein bundesländerübergreifendes Ticket grundsätzlich für keine schlechte Idee. Allerdings kann man nicht erwarten, dass Pendlerinnen und Pendler auf Öffis umsteigen, wenn die Tickets dafür teurer anstatt günstiger werden.“ Niedrigere Preise seien in Kombination mit einem Öffi-Ausbau aber notwendig, um die Anzahl der Umstiege zu steigern und die Bewohnerinnen und Bewohner in und um Wien langfristig von Lärm und Abgasen zu entlasten. Das müsse auch im Interesse der Stadt Wien sein, wie Kollermann betont.

NEOS-Gemeindeteams sammeln derzeit Unterschriften für die „Petition Kernzone NÖ+“. Diese fordert – analog zu Wien – ein Pendlerticket für die Strecke Niederösterreich/Wien und retour für einen Euro am Tag.