NEOS/UNOS an WKNÖ: Existenzsicherungsfonds aufstocken und verlängern

14. Oktober 2020

Collini: „Auch die Kammer muss ihre Anstrengungen in Krisenzeiten verstärken, um Betriebe und Arbeitsplätze zu retten.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini und Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber sehen NÖ-Betriebe nach dem Auslaufen des Existenzsicherungsfonds der WKNÖ mit dem Rücken zur Wand. Sie fordern die Kammer auf, Anträge zur Existenzsicherung – wie ursprünglich geplant –bis zum Jahresende zu bearbeiten. „Wir sehen, dass der Bedarf an Hilfen offenbar größer ist als gedacht und das zur Verfügung gestellte Budget nicht ausreicht. Da ist die WKNÖ gefordert, Niederösterreichs Betriebe nicht im Regen stehen zu lassen. Das Land steht vor einem Insolvenztsunami, der in den nächsten Monaten viele hunderte Arbeitsplätze kosten wird. Es braucht deutlich mehr Anstrengungen, um diesen zu verhindern.“ Zudem fordert Collini die Kammer auf, die Karten auf den Tisch zu legen und transparent auszuweisen, wie viele Hilfen bislang ausbezahlt wurden.

Unterdessen fordert UNOS – die Wirtschaftskammerfraktion der NEOS – den Fonds durch die Millionen-Rücklagen der Kammer aufzustocken. „Das ist das Geld der Mitglieder, das sie vor allem in Krisenzeiten brauchen. Und da geht es mir auch um das kommende Jahr, in dem Unternehmerinnen und Unternehmer ein ausreichend großes Budget für Hilfen benötigen werden“, wie UNOS-Landessprecher Jürgen Margetich betont.

Künftig sei außerdem darauf zu achten, dass es nicht erneut zu einer missverständlichen Kommunikation mit den Unternehmen komme. „Offenbar wurde vielen Förderstellen gesagt, dass Ansuchen bis zum Jahresende möglich sind. Leider wurde aber verabsäumt darauf hinzuweisen, dass sich das eingeplante Budget zu Ende neigt. Hier hätte die Kammer mehr darauf achten müssen, dass die auf Hilfe angewiesenen Betriebe vollständig informiert werden.“