NEOS: Stau an Teststraßen lässt Zweifel an Impforganisation aufkommen

22. März 2021

Kollermann: „Staus und Wartezeiten von rund zwei Stunden schaffen kein Vertrauen.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann begrüßt die steigende Zahl der geimpften Personen in Niederösterreich, Kritik übt sie aber an der organisatorischen Durchführung. „Dass Menschen hohen Alters bei klirrender Kälte rund zwei Stunden warten müssen, wie das etwa vor der Teststraße in Klosterneuburg der Fall war, schafft kein Vertrauen in die Organisation der Impfungen. Es war klar, dass es an einem Großimpftag mehr Anstrengungen auf allen Ebenen braucht. Laut Augenzeugen war man vielerorts aber offenbar nicht gut vorbereitet“, so Kollermann.

Dass es bei der Organisation der Impfungen viel Aufholbedarf gebe, würden auch die Zahlen per 17. März belegen. „Sechs von zehn Menschen der Altersgruppe über 85 Jahren haben noch keine Impfung erhalten, bei der Altersgruppe ab 75 sind es sogar sieben von zehn. Niederösterreich ist damit weiterhin Schlusslicht in Österreich und das wirkt sich leider negativ auf Spitäler und insbesondere auf die Intensivstationen aus. Denn die Belegung ist in Niederösterreich besonders hoch.“ Man müsse nun endlich aus den Versäumnissen der letzten Monate lernen: "Wenn tatsächlich die Impfdosen im 2. Quartal in größeren Mengen zur Verfügung stehen, wie uns das seit Impfbeginn versprochen wird, muss Niederösterreich das auch abwickeln können!"