NEOS St. Pölten: Medizinische Unterversorgung von Kindern ist Armutszeugnis

21. January 2021

Formanek: „Dass fünf Jahre lang diskutiert wurde, ohne eine Lösung zu finden, zeigt, wie hilflos die Stadt hier vorgeht.“

Scharfe Kritik übt NEOS-Spitzenkandidat Niko Formanek nach der Pensionierung des letzten St. Pöltner Kinderkassenarztes an Stadt und Land. Dass man in der Pandemie ohne Kinderarzt dastehe, sei ein Armutszeugnis. „Die heiße Kartoffel wurde nun fünf Jahre lang zwischen Bürgermeister Stadler, dem Land und der ÖGK herumgeschoben. Das Ergebnis ist, dass sich keiner zuständig gefühlt hat, der letzte Kinderkassenarzt in Pension gegangen ist und viele Kinder nun nicht mehr kassenärztlich und altersgerecht versorgt werden. Denn der Gang zum Wahlarzt wird gerade in der Krise für viele Eltern zur Kostenfrage.“

Laut Formanek sei die Vorgangsweise der Stadtregierung mit diesem seit Jahren bekannten Problem ungeschickt. „Die Gemeinde selbst hätte die Möglichkeit tätig zu werden und eine Kassenarztstelle zu fördern. Sei es durch Räumlichkeiten, die zur Verfügung gestellt werden oder durch sonstige Fördermittel“, so Formanek, der die medizinische Versorgung für Kinder künftig generell breiter aufstellen wolle. „Eine wachsende Landeshauptstadt braucht ein kindermedizinisches Zentrum, in dem neben einem medizinischen auch ein psychologisches Angebot Platz findet. Das Land könnte etwa eines der 14 geplanten Primärversorgungszentrum diesem Schwerpunkt widmen.“