NEOS: Schienenverkehr muss in Richtung Zukunft steuern

18. Februar 2022

Collini/Kollermann/Kranzl: „Donauuferbahn reaktivieren und Güterverkehr verstärkt auf die Schiene bringen.“

Niederösterreichs Landesregierung muss endlich ein ganzheitliches, nachhaltiges Mobilitätskonzept auf Schiene bringen und beim Bahnausbau Meter machen, fordern NEOS. Beginnen wolle man mit der Donauuferbahn. Gemeinsam mit Christa Kranzl, Staatssekretärin a.D. und Vorsitzender der Initiative „Donauuferbahn jetzt“, setzen sich NEOS-Landessprecherin Indra Collini und Verkehrssprecherin Edith Kollermann für einen Neustart der Donauuferbahn (DUB) ein. „Jahrelang wurden wertvolle Bahnkilometer vernichtet, anstatt das Land für eine klimafitte Zukunft zu rüsten. Deshalb wollen wir die Wiederinbetriebnahme und Elektrifizierung der Donauuferbahn. Das ist ein wirtschaftlicher und touristischer Booster für die Region und mit Blick auf den Klimaschutz ein logischer Schritt“, so Collini, die dabei auf die wetter- und klimabedingten Kosten verweist. Diese liegen in Österreich schon jetzt bei einer Milliarde Euro im Jahr – Tendenz stark steigend. Für eine Reaktivierung würde laut Kranzl aber auch das Hartsteinwerk der Firma Loja sprechen. „300.000 Tonnen Schotter sollen dort abgebaut werden, das sind 24.000 LKW-Fahrten pro Jahr, die sich durch die Ortschaften in der Region zwängen würden – zusätzlich zu den bisherigen Transporten“, so Kranzl.

Mobilitätskonzept für Ausbau des Güter- und Personenverkehrs gefordert

Kollermann kritisiert die Einstellung der Donauuferbahn als beispielhaft für die Haltung des Landes. „Auch die Citybahn in Waidhofen oder dem Schweinbarther Kreuz hat dasselbe Schicksal ereilt. Es ist also nicht das erste Mal, dass sich das Land als Totengräber der Öffis statt als Visionär und Zukunftsplaner betätigt.“ Sie fordert ein überregionales Ausbau- und Umstiegskonzept, um den Personen- und Güterverkehr auszubauen – vor allem für den Warentransport gebe es viel Potenzial. „Viele Schienenkilometer werden sich selbst überlassen, anstatt sie für den Güterverkehr zu nutzen. Eines von vielen Beispielen findet sich in St. Valentin, wo Gleise direkt ins Industriegebiet führen. Weil die aber nicht benutzt werden, rollen immer mehr LKW durch die Stadt, was eine enorme Belastung für die Menschen darstellt“, so Kollermann.