NEOS: Rückstand in der sprachlichen Frühförderung verbaut Zukunftschancen

4. November 2021

Collini: „Mit einem Betreuungsverhältnis von 1:42 kann der Spracherwerb im Kindergarten nicht gelingen.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert den raschen Ausbau der sprachlichen Frühförderung im Kindergarten. Dass für 100 Kinder im Schnitt 2,4 Betreuerinnen und Betreuer zur Verfügung stehen, deute auf ein fehlendes Problembewusstsein hin. „Tatsache ist, dass immer mehr Kinder Hilfe beim Spracherwerb brauchen. Dass dies mit dem aktuellen Betreuungsverhältnis – nämlich eine Fachkraft auf 42 Kinder – nicht gelingen kann, liegt auf der Hand. Dieses Sparen an der falschen Stelle hat schwere Konsequenzen. Denn die sprachlichen Defizite, die die Kinder nicht aufholen, verbauen Zukunftschancen und bedeuten in der Folge viel höhere Kosten für unsere Gesellschaft“, so Collini.

Besonders bedauerlich sei, dass die Probleme seit Jahren bekannt seien, die Zahl der Unterstützungskräfte aber in den vergangenen Jahren sogar gesunken ist. „Der Rechnungshof hat unlängst festgestellt, dass dadurch nur jedes dritte Kind hierzulande das Maximum an 8,5 Förderstunden erhält. Das geht besser, wie Oberösterreich zeigt. Dort erhalten acht von zehn Kinder sogar mehr als die 8,5 Stunden.“

Vom Land fordert Collini neben der deutlichen Aufstockung der Stellen endlich einen Plan, um den zweckmäßigen Einsatz der Mittel sicherzustellen. „Bildungslandesrätin Teschl-Hofmeister muss endlich in die Gänge kommen und die Verantwortung für ihren Fachbereich übernehmen. Denn der zweckmäßige Einsatz der für die sprachliche Frühförderung vorgesehenen Mittel scheitert offenbar auch daran, dass das Land selbst nicht weiß, wer wie viel Geld wofür genau bekommt.“