NEOS: Online-Impflotterie sorgt für Ärger bei 80+

11. Februar 2021

Collini: „Muss möglich sein, dass sich die Hochrisikogruppe in den Arztpraxen zu den Impfungen voranmeldet.“

Als „chaotische Impflotterie“ bezeichnet NEOS-Landessprecherin Indra Collini das NÖ-Impfsystem nach dem gestrigen Andrang auf die ersten 10.000 Impftermine für über 80jährige. „Dass Impftermine für über 80jährige in Niederösterreich nur online vergeben werden, ist absurd. Ein digitales Gerangel um Impftermine kann nicht im Interesse der Impforganisation sein. Bei vielen betagten Menschen waren Ärger und Verzweiflung verständlicherweise groß. Meist haben sie nur wenig Erfahrung mit dem Internet und waren deshalb bei der Terminbuchung im Netz auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen“, so Collini.

Dabei sei ein niederschwelliger Zugang und eine effiziente Organisation der Impfungen keine Raketenwissenschaft, wie die pinke Fraktionsobfrau betont. „Wir wissen, dass andere Bundesländer das besser lösen. In Kärnten etwa werden die über 80jährigen angerufen. Das sollte auch in Niederösterreich möglich sein.“

Ins selbe Horn stößt NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann, die einen deutlich einfacheren Zugang zu den Impfungen fordert. „Es wäre eine Überlegung wert gewesen, die Hausärztinnen und Hausärzte einzubinden, damit sich die Hochrisikogruppe in den Arztpraxen anmelden kann. Stattdessen wurde wieder einmal bis zuletzt zugewartet, ohne einen Plan B in der Tasche zu haben.“