NEOS NÖ zu S8: Völlige Hilflosigkeit der Landesregierung nach Planungspannen

26. Februar 2020

Kollermann: „Die Steuerzahlenden dürfen erneut begleichen, was eine wenig durchdachte Planung beim Großprojekt S8 angerichtet hat.“

Die Herangehensweise der NÖ-Landesregierung beim Bau der S8 sei vor allem von Planlosigkeit geprägt, kritisiert NEOS-Verkehrssprecherin Edith Kollermann. „Bleibt es beim Nein des Verwaltungsgerichts bedeutet das, dass sämtliche Zufahrtsstraßen ins Nirvana führen. Dafür ist aber weder die Asfinag noch das Verwaltungsgericht verantwortlich, sondern die fahrlässige Planung der Landesregierung. Allein die Tatsache, dass Zubringer gebaut werden, ohne die rechtsstaatlichen Verfahren für die Hauptverkehrsroute abzuwarten zeigt, dass das Geld von uns Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wieder zu locker sitzt“, so Kollermann. Als abenteuerlich bezeichnet sie die Ausführungen von ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger, wonach auch eine Umsiedelung der Triele und ihrer Brutplätze – sie waren ein Grund für den negativen Bescheid – angedacht werden müsse. „Ich habe größtmögliches Verständnis dafür, dass sich Bürgerinnen und Bürger in Raasdorf oder Deutsch-Wagram ein baldiges Ende der Verkehrslast durch ihre Orte wünschen. Deshalb wäre es nun höchst an der Zeit, dass sich die Landesregierung um Alternativen in der Trassenführung und um ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für die Region bemüht. Eine vom Aussterben bedrohte Tierart aus einem Natura-2000-Schutzgebiet umzusiedeln ist jedenfalls ein merkwürdiger Zugang zum Natur- und Artenschutz“, so Kollermann. Mit einer Anfrage, die bereits eingebracht wurde, wolle sie klären, wie hoch die Gesamtkosten sind, was mit den Zufahrten zur S8 passiere und welche Alternativen es gibt.