NEOS NÖ zu Corona: Informationspolitik für Ärzteschaft und Patienten ausbauen

18. März 2020

Kollermann: „In der Gesundheitsversorgung braucht es jetzt klare Strukturen gegen die Verunsicherung.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann sieht wegen der Corona-Krise das Krisenmanagement in Niederösterreich am Zug. Laut Hausärztinnen und Hausärzten – so Kollermann nach zahlreichen Telefongesprächen – gebe es enormen Handlungsbedarf bei den Abläufen in der Gesundheitsversorgung. „Krankheiten abseits von Covid-19 existieren weiterhin und sorgen dafür, dass die Ärztinnen und Ärzte unter enormem Druck arbeiten müssen. Gerade deshalb muss alles unternommen werden, um die Ärzteschaft zu entlasten und chronisch Kranke genauso geschützt versorgen zu können wie beispielsweise Schwangere bei einer Untersuchung für den Mutter-Kind-Pass“, so Kollermann.

Sie plädiert etwa für eine bessere Übersicht, welche Praxen im Sprengel tatsächlich operativ tätig sind und in welchen Gemeinden bzw. Sprengeln wie viele Personen positiv getestet wurden. „Es macht einen Unterschied, wenn die Hausärztinnen und Hausärzte wissen, ob in ihrem Gebiet ein massiver Anstieg zu erwarten ist oder nicht“, wie Kollermann betont. Darüber hinaus müsse es rasch Klarheit über die Behandlungsstrategie geben. „Derzeit fehlt es an konkreten Anweisungen, wie mit einem Coronafall außerhalb der Risikogruppe umzugehen ist. Die Ärztinnen und Ärzte haben derzeit nur die Möglichkeit, die Betroffenen in die Quarantäne zu schicken“, so Kollermann nach Gesprächen mit Hausärztinnen und Hausärzten.

Generell zeige die Corona-Krise laut Kollermann die Wichtigkeit der wohnortnahen Versorgung. „Mit den niedergelassenen Ärzten ist es wie mit der Freiwilligen Feuerwehr: Wenn es brennt, ist die Hilfe vor Ort die wirksamste. Ihnen gilt - genauso wie den Ärztinnen und Ärzten in den Spitälern, den Blaulichtorganisationen und den vielen Gesundheitsberufen, die in Krisenzeiten unter großem Druck arbeiten – mein aufrichtiger Dank“, so Kollermann abschließend.