NEOS NÖ: Waldhäusl spielt beim Facharbeitermangel mit dem Feuer

09. December 2019

Collini: „Kann nicht sein, dass ideologische Scheuklappen einer nachhaltigen Lösung im Weg stehen.“

 

Kritik übt NEOS-Landessprecherin Indra Collini am Nein von LR Gottfried Waldhäusl beim Bleiberecht für Lehrlinge. „Waldhäusl sorgt dafür, dass sich die Situation für alle Beteiligen verschärft. Durch die Abschiebung von Lehrlingen aus einem Fachkräftemangel-Job verlieren sowohl die betroffenen jungen Menschen als auch die Unternehmen, in denen sie beschäftigt sind. Das hat nichts mit Haus- und Sachverstand, sondern mit ideologischer Engstirnigkeit zu tun“, wie Collini betont. Sie frage sich nun, ob die VPNÖ die Waldhäusl-Entscheidung unterstütze oder sich der Bundes-ÖVP-Position nach dem Meinungsschwenk annähere. „Es gibt hier viele Einzelpositionen. Mir fehlt es bislang aber an klaren Worten, in welche Richtung es gehen soll.“

NEOS fordern, dass Asylwerbenden unter 25 Jahren, die sich in Ausbildung befinden, ein Abschluss ermöglicht wird. Danach solle ihnen – ganz nach dem deutschen 3+2-Modell – eine Berufspraxis von zwei Jahren ermöglicht werden. „Das ist eine nachhaltige Lösung, die für Unternehmen in Österreich Rechtssicherheit schafft, den Fachkräftemangel bekämpft und es jungen Asylwerbenden ermöglicht, unabhängig vom Staat auf eigenen Beinen zu stellen.“