NEOS: NÖ-Onlineplattform zeigt Unbeholfenheit der politisch Verantwortlichen

4. Dezember 2020

Collini: „Anfrage soll klären, wie viel Steuergeld die Plattform kostet und wer davon profitiert.“

Peinlich berührt zeigt sich NEOS-Landessprecherin Indra Collini über die Einkaufsplattform „Weihnachten aus Niederösterreich“, die von Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger beworben wird. „Den Anstoß, die Bürgerinnen und Bürger zum Einkauf im eigenen Bundesland zu animieren und damit die heimische Wirtschaft zu stärken, begrüße ich. Die Umsetzung ist jedoch blamabel. Wir pumpen Steuergeld in ein weiteres lückenhaftes Einkaufsverzeichnis. Dass Herold oder Google die Suche nach regionalen Händlerinnen und Händlern bereits im vorigen Jahrhundert besser ermöglicht haben, sagt viel über den Stand der Digitalisierung in Niederösterreich aus. So wird das nichts mit der Amazon-Konkurrenz.“


Niederösterreich fehle es ganz offensichtlich an Know-How um Niederösterreichs Onlinehandel konkurrenzfähig zu machen. „Das Problem ist, dass die politischen Verantwortlichen einfach nicht wissen, wie es geht. Und anstatt sich das Know How von Expertinnen und Experten zu holen und mutige Schritte nach vorne zu machen, kochen sie weiter im eigenen Saft.“

Unterdessen bringt NEOS-Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber eine Anfrage zur Plattform ein. „Bei der Art und Weise, wie diese Seite gelauncht wurde, vermisse ich ein zielführendes Projektmanagement. Wir möchten deshalb vom Landesrat wissen, wie viel Steuergeld von Landesseite in die Entwicklung der Webseite gesteckt wurde, welche Leistungen abgerechnet wurden und wer in das Projekt eingebunden war.“