NEOS: NÖ-Kindergärten werden bei Teststrategie im Stich gelassen

24. Januar 2021

Collini: „Dass sich das Personal in seiner Freizeit kurzfristig um CoV-Tests kümmern soll, zeigt wie planlos hier wieder agiert wird.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini kritisiert, dass Niederösterreichs Teststrategie auf die Kindergärten des Landes vergisst. Kindergartenpädagoginnen hatten zuvor bemängelt, dass eine Dienstanweisung zum Kindergartenbetrieb ab Montag kurzfristig eingelangt sei. „Dass das ohnedies schon stark belastete Kindergartenpersonal am Freitag um 20 Uhr 30 eine Anweisung per Mail erhält und am Montag getestet zum Dienst erscheinen soll, kann man nur als skurrilen Schnellschuss bezeichnen. Die Landesregierung hat sich offenbar bis dato keine Gedanken darüber gemacht, welche Vorbereitungen für einen sicheren Betrieb im Kindergarten zu treffen sind. Die Folge dieser Planlosigkeit ist, dass die Verantwortung an die Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen abgeschoben wird und diese sich nun in ihrer Freizeit um Tests bemühen sollen“, so Collini

Sie fordert das Land auf, PCR-Tests auf Gurgelbasis – analog zu Wien – auch in Niederösterreichs Kindergärten anzubieten. Dadurch soll die Beaufsichtigung von Kindern auch in besonders herausfordernden Zeiten der Pandemie sichergestellt sein. „Während in den Schulen die Abstandsregeln erklärt werden können, gilt das für die Jüngsten nur bedingt. Deshalb müssen wir ein Testangebot für die entsprechende Berufsgruppe schaffen, um Personal, Kinder und Eltern zu schützen und das Betreuungsangebot aufrecht zu erhalten. Nicht alle Eltern haben im Home-Office die Möglichkeit, ihre Kinder zu betreuen.“ Mit den PCR-Tests könne sich das Land außerdem validere Daten über das mögliche Infektionsgeschehen an den Kindergartenstandorten verschaffen.