NEOS: NÖ-Impfstrategie weiterhin nicht als solche erkennbar

16. Juli 2021

Kollermann: „Land ist jetzt gefragt, den Sommer nicht zu verschlafen und den Herbst vorzubereiten.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann sieht in der Einstellung der Impfstraßen in Niederösterreich die Offenbarung der Strategielosigkeit durch die Landesregierung. „Das wirkt auf mich wie ein planloses Hin und Her. Erst vor drei Monaten wurde ein gut funktionierendes, kostengünstigeres System - nämlich die niedergelassenen Praxen - durch die Impfzentren ersetzt. Und nun soll wieder der niedergelassene Bereich die Verantwortung übernehmen, der das eigentlich von Beginn an hätte machen können und wollen. Bei allem Verständnis dafür, dass es eine gewisse Flexibilität braucht, aber ein gut durchdachter Plan sieht anders aus“, so Kollermann.

Zwar sei es richtig, dass der Andrang auf die Impfstraßen nachlasse. Was von Seiten der Landesregierung bislang aber fehle, sei ein Konzept, wie die Impfbereitschaft gehoben werden könne. „Wir haben im Juni davor gewarnt, dass es zu einer sinkenden Impfbereitschaft kommen wird. Jetzt ist genau das eingetreten.“ In einer Anfrage an LR Ulrike Königsberger-Ludwig will Kollermann deshalb wissen, welche Maßnahmen gegen die offenbar abnehmende Impfbereitschaft ergriffen werden. Kritik übt sie außerdem daran, dass bislang nicht klar sei, welche Kosten die Impfstraßen verursacht hätten. Auch in einer Anfragebeantwortung habe die Landesregierung dazu keine Zahlen nennen können.