NEOS: NÖ-Impfchaos wirkt sich negativ auf Spitalaufenthalte aus

4. März 2021

Kollermann: „Versäumnisse beim Schutz der Risikogruppe lassen die Zahlen auf den Intensivstationen in die Höhe schnellen.“

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann warnt aufgrund der geringen Durchimpfungsrate in der Risikogruppe vor einer Überlastung der NÖ-Intensivstationen. „Die jüngsten Zahlen zeigen, je höher die Durchimpfungsrate in der Altersgruppe 75+, desto geringer ist die Intensivbelegung. Kärnten und Oberösterreich haben Ältere gezielt geimpft und dadurch die Intensivstationen entlastet. Niederösterreich hinkt hingegen aufgrund einer undurchsichtigen Impfstrategie hinterher“, so Kollermann. Sie verweist darauf, dass es in NÖ aktuell mehr Geimpfte in der Gruppe der 35-54-jährigen als bei den 75-85-jährigen gibt.

Zwar sei klar, dass auch Beschäftigte in den Gesundheitsberufen oder risikoexponierte Personen geschützt werden müssten. Der Schutz der vulnerabelsten Gruppe dürfe aber nicht übersehen werden, so die NEOS-Gesundheitssprecherin. "Wir werden mit dem Virus noch eine Zeit leben müssen. Daher ist bei den Impfungen ein strategischer Ansatz zu verfolgen, der einerseits die Gruppe schützt, deren Gesundheit und Leben am meisten bedroht ist, und andererseits eine Perspektive für ein normales Leben aufzeigt.“