NEOS NÖ: EPU und KMU endlich von Kosten und Bürokratie entlasten

28. Februar 2020

Hofer-Gruber: „Geht darum, den Standort zu stärken und Niederösterreichs Betriebe gut für die Zukunft zu rüsten.“

NEOS-Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber fordert vor den Wirtschaftskammerwahlen mehr Tempo bei der Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen. „Wer das große Märchen von der Entlastung glaubt, findet sich mit dem letzten Lohn- und Gehaltszettel in der Realität wieder“, so Hofer-Gruber. Handlungsbedarf sieht er etwa bei der Kammerumlage 2. „Die Wirtschaftskammer Niederösterreich hat es in der Hand, hier mit gutem Beispiel voranzugehen und die eigenen Beiträge auf null zu stellen. Es kann nicht sein, dass die sogenannte Interessensvertretung mitverdient, während Wirtschaft und Angestellte unter den hohen Lohnnebenkosten stöhnen.“ Ein weiteres Schmankerl sei, dass die Wirtschaftskammer die KU2 weder selbst berechne noch einhebe, sondern dies von den Unternehmerinnen und Unternehmern im Land erledigen lasse.

Weiters solle das Land etwa den Interessentenbeitrag – eine Art „Tourismus-Steuer“ für jene Betriebe, die nichts mit Tourismus zu tun hätten – abschaffen und die Nächtigungstaxen neu ausrichten. „Bislang werden die Taxen im Verhältnis von 65:35 zwischen Land und Gemeinden geteilt. Wir wollen, dass diese Gelder zu 100 Prozent in jenen Gemeinden verbleiben, in denen sie erwirtschaftet werden.“

Neben dem Land hätte aber auch der Bund Hausaufgaben zu erledigen. So sei etwa ein Entfall der SV-Beiträge für den ersten Dienstnehmer/die erste Dienstnehmerin in EPU und KMU anzudenken. Darüber hinaus sei die Abschaffung der aus der Zeit gefallenen Zwangseinschaltungen in der Wiener Zeitung endlich umzusetzen. „Die teuren Anzeigen finden sich oft wochenlang verspätet in der Zeitung. Sie haben also weder Informationswert für die Leserinnen und Leser noch einen Mehrwert für die Unternehmen. Viel wichtiger wäre da ein freier Onlinezugang zum Firmenbuch“, betont der NEOS-Wirtschaftssprecher abschließend.