NEOS NÖ ad Petition: Wahlfreiheit statt Notenzwang

30. January 2020

Collini: „Ziffernnoten bilden die vielfältigen Kompetenzen und Leistungen eines Kindes nur mangelhaft ab.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini spricht sich zur Zeugnisverteilung gegen den Notenzwang an Volksschulen aus. Sie habe deshalb die Petition des Vereins “Gemeinsam Zukunft Lernen” unterstützt, die bis März unter dem Titel „Nein zum Notenzwang - Ja zur Wahlfreiheit der Beurteilungsform“ online unterzeichnet werden kann. „Die Bildungspolitik hatte bereits erkannt, dass sich die Lernerfolge und Leistungen eines halben Jahres nicht durch fünf Ziffern zum Ausdruck bringen lassen. Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass wir wieder zum starren, altmodischen Notensystem zurückgekehrt sind. Das ist keine Reform-, sondern rückwärts gewandte 60er-Jahre-Pädagogik“, so Collini. Primär gehe es nicht um eine Abschaffung der Ziffernnoten, sondern um echte Wahlfreiheit. „Ich möchte, dass die Schulgemeinschaft – und dazu zähle ich auch die Eltern – entscheidet, wie beurteilt wird und ob es den Bedürfnissen und Ansprüchen der Kinder gerecht wird. Es muss jedem klar sein, dass Bildung mehr bedeutet als das Auswendiglernen von Büchern und Runterrasseln des Inhalts bei Prüfungen. Was Ziffernnoten jedenfalls vollkommen außer Acht lassen sind kreative Fähigkeiten oder die Sozialkompetenz“, betont die NEOS-Landessprecherin. Besonders wichtig sei ihr eine faktenbasierte Diskussion, die es bislang nicht gebe. „Mich stört, dass die Leistungsbeurteilung in der Volksschule beinahe zur ideologischen Religionsfrage hochstilisiert wird. Das einzige was zählen sollte sind Fakten der modernen Bildungsforschung. Und die spricht eine andere Sprache. Die Argumentation, wonach das immer schon so war und alles so bleiben soll, ist jedenfalls eine echte Fortschrittsbremse und bringt uns keinen Schritt weiter“, so Collini abschließend.