NEOS: Niederösterreich ist ein Paradies für Cyber-Kriminelle

21. Juni 2021

Collini: „Jeder zweite Bezirks-IT-Ermittler im Land besitzt keinen eigenen Computer.“

„Dass nur jeder zweite Bezirks-IT-Ermittler in Niederösterreich über das notwendige Arbeitsgerät verfügt, klingt eher nach MA2412 als nach ernstzunehmender Cybercrime-Abwehr. Hier muss die Landesregierung schnell in die Gänge kommen und beim Innenministerium auf mehr Mittel zur Nachrüstung pochen. Zumal die Internetkriminalität in Österreich in den letzten zehn Jahren explosionsartig von 4.200 auf knapp 36.000 angezeigte Fälle im Jahr 2020 gestiegen ist. Da sollte ein Laptop in der Cyber-Security zur Standardausrüstung gehören“, so NEOS-Landessprecherin Indra Collini, die nach dem kritischen RH-Bericht zur Cyberkriminalität auf eine Finanzspritze pocht.

Neben mehr Mittel für die fehlende Hardware hält der Bericht fest, dass im Prüfungszeitraum Jänner 2020 86 Prozent der niederösterreichischen IT-Ermittlerinnen und Ermittler die vorgesehene Grundausbildung noch nicht absolviert hat. „Die Schäden durch Cyberkriminalität nehmen auch in Niederösterreich zu. Davor darf die Bundesregierung nicht länger die Augen verschließen. Sie steht in der Pflicht ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem effizient gearbeitet und ermittelt werden kann.“