NEOS: Naherholung im Grünen statt Schotterfiasko

22. März 2021

Fruchtbare Grün- und Ackerflächen in Gerasdorf müssen erhalten bleiben

NEOS warnen vor einem Aus für den Regionalpark Drei-Anger bei Gerasdorf – die Grün- und Ackerflächen seien zunehmend durch eine geplante Anlage zur Kiesgewinnung bedroht. Eine Lösung im NÖ-Landtag sei zuletzt verhindert worden, da sich die ÖVP gegen einen Projektstopp und eine Änderung der Raumordnung ausspricht. „Die Schottergrube wurde zwar auf 4,9 Hektar reduziert. Allerdings ist die Eignungszone 88 Hektar groß. Durch eine Bewilligung könnten also Grün- und Ackerflächen im Ausmaß von 124 Fußballfeldern verschwinden und sich der Kiesabbau über viele Jahrzehnte erstrecken. Das würde eine massive Verschlechterung der Lebensqualität für die Menschen in Gerasdorf und ein Ende für eine ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung bedeuten“, so NEOS-Gemeinderat Benjamin Scepka.

Unterstützung erhält er im Rahmen eines Lokalaugenscheins von NEOS-Umweltsprecherin und Landtagsgeordneter Edith Kollermann. Für sie ist die Vorgangsweise des Betreibers in Gerasdorf mehr als fragwürdig. „Die Fläche für die Schottergrube gerade so weit zu reduzieren, dass keine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist, ist nicht in Ordnung. Zumal offenbar geplant ist, Wasser zum Waschen des Schotters aus dem Marchfeldkanal zu entnehmen. Aus landwirtschaftlicher Sicht und aus Umweltschutzgründen ist das fatal.“

Kritisch sieht sie auch die veraltete Entscheidung zur Raumordnung. „Das Gebiet ist zu Zeiten des Wirtschaftswunders Österreichs als Eignungszone bestimmt worden. Damals hat es hier aber noch ganz andere Voraussetzungen gegeben, weil Gerasdorf noch kein Siedlungsgebiet des Wiener Umlandes war. Es braucht daher unbedingt eine Neubewertung.“