NEOS: Mehr Tempo und weniger Bürokratie in der Primärversorgung

29. Juni 2021

NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann begrüßt die Errichtung eines fünften Primärversorgungszentrums (PVZ) in Niederösterreich. Allerdings seien ÖGK, Ärztekammer und das Land nun gefordert, die offensichtlich unattraktiven Rahmenbedingungen rasch zu verbessern. „Es ist sehr erfreulich, dass das in Purgstall geplante Zentrum einen therapeutischen und präventiven Schwerpunkt haben soll und auch die Sozialarbeit mit umfassen wird. Allerdings ist das Land vom eigentlichen Ziel, bis heuer 14 Einheiten in Niederösterreich zu haben, weit entfernt.“ Kollermann ortet einen bürokratischen Dschungel, durch den sich Ärztinnen und Ärzte kämpfen müssten und organisationale Schwierigkeiten, die die "Autoren" des Primärversorgungsgesetzes nicht bedacht hätten. Darüber hinaus fehle bislang ein Gesamtvertrag für alle Berufsgruppen in der Primärversorgung.

Neben einem Bürokratieabbau wünscht sich Kollermann künftig auch einen stärkeren Fokus bei den angebotenen Fachrichtungen. „Wir haben derzeit einen eklatanten Versorgungsmangel in der Kinder- und Jugendheilkunde. Deshalb müssen die Kinderärztin und der Kinderarzt bei der Entstehung der Primärversorgungszentren stärker mitberücksichtigt werden, als das bislang der Fall ist.“