NEOS: Lockdown erfordert Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen

25. November 2021

Collini: „Die Zahl der Übergriffe in den eigenen vier Wänden steigt mit den Ausgangssperren.“

NEOS-Landessprecherin Indra Collini fordert anlässlich des Aktionstags zur Beseitigung von Gewalt an Frauen die Einrichtung von Gewaltambulanzen. Damit werde sichergestellt, dass Gewaltopfer rund um die Uhr betreut und Verfahren gegen die Täter beschleunigt werden. „Die Gewaltambulanzen sind damit eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Opferschutzeinrichtungen und eine ganz konkrete Hilfe für Frauen in Not.  Die Übergriffe, die im Lockdown wieder zunehmen, lassen sich nämlich nicht durch Kampagnen, sondern nur durch gezielte Maßnahmen aufhalten“, so Collini, die auf Zahlen der Frauen-Helpline verweist. Demnach sind die Anrufe allein im ersten Lockdown um mehr als 70 Prozent gestiegen. Darüber hinaus seien 28 Frauenmorde heuer ein deutliches Warnsignal.

Medizinische, psychologische und juristische Hilfe für Frauen 

In den Gewaltambulanzen soll die Betreuung durch Fachleute aus den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie und Rechtsmedizin gebündelt an einem Ort erfolgen. „Das heißt, dass Frauen dort nicht nur medizinische und psychologische Hilfe erhalten, sondern auch juristische Unterstützung, indem Beweise gerichtsfest dokumentiert werden. Entschließen sich Opfer zu einer Strafanzeige, erhöht das die Chance auf eine rasche Verurteilung der Täter.“