NEOS: Land NÖ baut seit 2007 konstant Betten ab

28. September 2020

Kollermann: „Ersparnisse aus dem Spitalsbettenabbau müssen direkt in den Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung fließen.“

Das Land Niederösterreich baut konstant Spitalsbetten ab – von 8.367 im Jahr 2007 auf nunmehr 7.502 Betten 2019 (-865 Betten bzw. -10%). Das geht aus einer Anfragebeantwortung hervor, auf die NEOS-Gesundheitssprecherin Edith Kollermann aufmerksam macht. „Der zuständige Landesrat Pernkopf wirft uns NEOS und Gesundheitsökonomen zwar gerne vor, mit der Forderung nach einer Reduktion von Spitalsbetten und dem gleichzeitigen Ausbau der wohnortnahen Versorgung falsch zu liegen. Tatsächlich aber kennt er seine eigenen Kennzahlen nicht, denn das Land macht seit Jahren nichts anderes, als den Bettenabbau energisch voranzutreiben. In den Kliniken in Pernkopfs Heimat Mostviertel, hat es mit 617 Betten bzw. 18 Prozent sogar den mit Abstand größten Rückgang an Spitalsbetten gegeben“, so Kollermann.

Zwar sei am Spitalsbettenabbau in diesem Ausmaß nichts auszusetzen, solange die zur Bekämpfung der Pandemie notwendigen 400 Intensivbetten erhalten bleiben. Allerdings müsse gleichzeitig sichergestellt werden, dass die ÖGK mit dem eingesparten Geld beim Aufbau des niedergelassenen Bereichs, der unter massivem Kassenärztemangel leidet, unterstützt werde. „Wir haben in Niederösterreich die groteske Situation, dass das Land sehr viel Steuergeld in ungenutzte Betten pumpt, während die so wichtige Landarztversorgung immer weiter ausgedünnt wird. Dabei gibt der konstante Rückgang bei den Krankenhausaufenthalten die Richtung vor. Das eingesparte Geld muss in die für Patientinnen und Patienten wichtige wohnortnahe Gesundheitsversorgung fließen. Denn der niedergelassene Bereich entlastet nicht nur unsere Notfallambulanzen. Er sorgt auch dafür, dass die Gesundheitsversorgung für die ältere Bevölkerung durch kürzere Wege besser wird“, wie Kollermann betont.